Regionales Umweltzentrum Schortens
Kinder forschen für Ihre Zukunft
Klimafrühstück - Wie hängen Ernährung und Klimaschutz zusammen?

Klimafrühstück - Wie hängen Ernährung und Klimaschutz zusammen?



Kind beim Klimafrühstück


Etwa ein Fünftel der hiesigen Treibhausgasemissionen entstehen, wenn Lebensmittel erzeugt, verarbeitet, gelagert, transportiert, gekühlt und am heimischen Herd zubereitet werden. Essen und Klimaschutz hängen also eng zusammen; die Entscheidungen, die jeder für den eigenen Tisch und Magen trifft, wirken sich auf viele andere Menschen der Erde aus. Diesen Zusammenhang greift das RUZ mit dem Klimafrühstück auf.

Das Regionale Umweltzentrum in Schortens bietet den Grundschulen im Landkreis Friesland im Rahmen des Energiesparprojektes mit dem „Klimafrühstück“ ein neues, spannendes Unterrichtsangebot. Am Beispiel des täglichen Frühstücks erfahren Dritt- und Viertklässler, welcher Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dem Thema Klimaschutz besteht. Etwa warum es nicht sinnvoll ist, im August Äpfel aus Neuseeland zu kaufen oder Unmengen an kleinen Joghurts in Wegwerfverpackungen zu verputzen.

Die Projektidee besteht darin, mit den Kindern gemeinsam zu frühstücken, wobei die Produkte vom Frühstückstisch anschließend gemeinsam nach den Kriterien Transportwege (Regionalität), Anbauart (biologisch/nicht biologisch), Abfallmengen (Verpackung) und Saisonalität (Jahreszeit) bewertet werden. Es wird gemeinsam überlegt, warum die eine oder andere Speise „klimafreundlich“ oder „klimaunfreundlich“ ist und es werden Klimatipps gesammelt, z.B. die Regel: Regional ist erste Wahl. Kurze Transportwege sind besser als lange, da dabei weniger Energie aufgewendet werden muss. Der frische Apfel aus Opas Garten oder aus dem Alten Land ist umweltfreundlicher, gesünder und günstiger als ein Apfel, der aus Übersee zu uns kommt.
Gemeinsam begreifen die Schülerinnen und Schüler, wie sich diese Unterschiede auf das weltweite Klima auswirken und stellen einen Bezug zwischen eigenem Handeln und Klimawirkungen her.

Das Klimafrühstück ist vielseitig einsetzbar. Es dient als Einstieg in die ausführliche Bearbeitung des Themas Klimaschutz und/oder Ernährung. Es kann aber auch als eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Das Regionale Umweltzentrum bietet auf Wunsch gerne eine Fortbildung für interessierte Grundschullehrkräfte zum Thema an. Ausgestattet mit dem Materialkoffer können die Pädagogen das Klimafrühstück anschließend eigenständig in ihrer Klasse durchführen und so einen Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung leisten.

Beschreibung Koffer "Klimafrühstück"

Projektförderung:Logo Nordfrost
350 - das Ziel fürs Klima

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Ein kurzer interessanter Film zum Klimaschutz: 350.org - Because the world needs to know
Mitmachen! :-)
Angebot für Grundschullehrkräfte

Angebot für Grundschullehrkräfte


Lehrerfortbildung im Umweltzentrum zum neuen Klimafrühstück

Weintrauben aus Brasilien oder Äpfel aus dem Alten Land? Vor dieser schwierigen Frage standen jetzt auch 14 Lehrerinnen von zehn verschiedenen Grundschulen aus dem Landkreis Friesland, die in der letzten Woche an der Lehrerfortbildung „Klimafrühstück“ des Regionalen Umweltzentrums Schortens (RUZ) teilnahmen. Während der Fortbildung wurde das Klimafrühstück, das soeben vom RUZ entwickelt wurde, einmal exemplarisch mit allen Teilnehmerinnen durchgeführt. So konnten die Kriterien nach denen das Frühstück anschließend bewertet wurde, also Transportwege, Regionalität und Saisonalität, Abfall und Anbauweise, besonders anschaulich und schmackhaft beleuchtet werden. Die Pädagoginnen informierten sich grundlegend über alle Projektdetails, so dass sie zukünftig auch eigenständig ein Klimafrühstück an Ihrer Schule durchführen können.
Hintergrund des neuen Projektes Klimafrühstück, das für eine zweistündige Unterrichtseinheit konzipiert wurde, ist: Etwa ein Fünftel der hiesigen Treibhausgasemissionen entstehen, wenn Lebensmittel erzeugt, verarbeitet, gelagert, transportiert, gekühlt und am heimischen Herd zubereitet werden. Essen und Klimaschutz hängen also eng zusammen. Die Entscheidungen, die jeder für den eigenen Tisch und Magen trifft, wirken sich auf viele andere Menschen der Erde aus. Diesen Zusammenhang greift das RUZ mit dem Klimafrühstück auf.
Die Pädagoginnen interessierten sich sehr für das spannende neue Angebot, das sich vor allem für 3. und 4. Klassen eignet, und überlegten gemeinsam, in welchen thematischen Zusammenhang – z.B. gesunde Ernährung, Energie/Strom, Müll – das Projekt in die Grundschule integriert werden könnte.
Um die Vorbereitungen zu verkürzen, können sich die Schulen ab sofort drei Klimafrühstück-Koffer (mit Produktkärtchen, Saisonkalender, Einkaufsliste, Klimatipps etc.) aus dem Umweltzentrum ausleihen, die alle wichtigen Informationen und Materialien enthalten.
(Tel. 04461-891652)

Lehrerinnen freuen sich über den Klimakoffer

Foto: Die Teilnehmerinnen der Fortbildung waren vom neuen Projekt Klimafrühstück begeistert. Zwei der Koffer nahmen sie gleich mit an ihre Schulen.