Regionales Umweltzentrum Schortens
Von der Natur für die Zukunft lernen
Die Koordinaten des RUZ: N 53° 32,122'  E 07° 55,487'

Die Koordinaten des RUZ: N 53° 32,122' E 07° 55,487'


Das RUZ Schortens liegt ganz nah am 8. Längengrad, der 5 km weiter östlich zwischen den Ortsteilen Graftschaft und Accum durch das Gebiet der Stadt Schortens verläuft.
Also liegt Schortens auf 8° Ost und nicht Bremerhaven, wo im Klimahaus eine Reise entlang des 8. Längengrades dargestellt wird. Trotz dieser kleinen Ungenauigkeit sollten Sie sich das Klimahaus nicht entgehen lassen
http://klimahaus-bremerhaven.de/

Mit einem GPS-Gerät lassen sich die Koordinaten eines Ortes heute schnell und einfach bestimmen.
Es geht aber auch mit den "alten" Methoden. Um die geografische Breite zu bestimmen, muss man in der Nacht den Polarstern anpeilen. Einfach den Winkel zwischen Horizont und Polarstern messen und schon hat man direkt die geografische Breite. Zur Winkelpeilung braucht man natürlich ein geeignetes Instrument.
Zur Bestimmung der geografischen Länge braucht man eine genau gehende Uhr, ein Chronometer mit der Zeit von Greenwich, London, Länge 0°. Zur Zeit des höchsten Sonnenstandes (den Zeitpunkt muss man natürlich erwischen) hat man 12 Uhr Ortszeit. Durch Vergleich mit der Greenwich-Uhr kann man den Längengrad berechnen. Da die Erde sich in 24 Stunden um 360° dreht, braucht sie 4 Minuten pro Längengrad. Beispiel: Die Greenwich-Uhr zeigt um 12 Uhr Ortszeit in Schortens 11:28 an, Schortens ist also 32 Minuten in der Drehung voraus, 32:4=8 Längengrade.
Ist doch ganz einfach, oder ?

Wenn Sie mehr über die Methoden der astronomischen Navigation erfahren möchten, besuchen Sie doch einmal das Deutsche Sielhafenmuseum in Carolinensiel. Schulen können hier eine Navigationskiste ausleihen.
http://www.deutsches-sielhafenmuseum.de/Schulen.htm
Das Haus im Klosterpark Oestringfelde

Das Haus im Klosterpark Oestringfelde


Das HausDas Regionale Umweltzentrum Schortens liegt in einer weitläufigen alten Parkanlage.
Mitten im Klosterpark findet man noch Reste des großen Wehrturms der Klosterkirche.
Im Jahre 785 wurde das Benediktinerkloster Oestringfelde gegründet.

Zeichnung vom Turm der Klosterkirche1323 erfolgte die Grundsteinlegung für den Wehrturm des Klosters. Die bebaute Grundfläche betrug 14 x 14 m, die Höhe 55 m. Die Außenmauern waren in den unteren 3 Stockwerken 3 m, in den oberen 1,8 m dick. Als Baumaterial wurden massive Granitquadersteine verwendet.
1350 übergaben die Kirchenherren und Richter von Oestringen und Wangerland das Kloster an die Dominikaner. Diese schickten Nonnen nach Oestringfelde.
1577 kam das Kloster in den Besitz des Grafen Johann von Oldenburg.
Im Jahre 1609 ließ Graf Anton Günther die Klosterkirche abbrechen.

Granitquadersteine des Klosterturms wurden an historischer Stelle wieder aufgesetzt1763 stürzte der Turm teilweise ein,1769 war er noch 12 m hoch.
1839 erwarb Hofrat Ehrentraut aus Jever das Klostergrundstück. Er ließ den Klosterpark anlegen.
1862 wurde das Gutshaus errichtet, in dem jetzt das RUZ arbeitet.
1920 ging der Park mit seinen Anlagen in den Besitz der Gemeinde Schortens über.
Backhaus

Backhaus


Feuer im BackofenIm Jahr 1997 baute eine Klasse der Berufsbildenden Schule Jever einen Steinbackofen nach historischem Vorbild an ein kleines Klinkergebäude auf dem RUZ-Gelände im Klosterpark.
Seit 1998 backen wir mit Schulklassen regelmäßig Brot, Brötchen, Pizza und Plätzchen. Es ist spannend für die Schülerinnen und Schüler zu erleben wie früher gebacken wurde.


Kinder schüren das Feuer im Backofen von der Außenöffnung herKinder bereiten den Brotteig zuDie selbstgemachten und im Steinofen gebackenen Backwaren schmecken auch ganz besonders gut.
Vogelbeobachtungshaus

Vogelbeobachtungshaus


Vogelbeobachtungshaus mit GrasdachDas Vogelbeobachtungshaus, auch "Vogelkieker" genannt, bietet Kleingruppen die Möglichkeit, Vögel beim Brutgeschäft zu beobachten.
Die aufgehängten Nistkästen sind von innen mit einer Glasscheibe versehen, so dass der Einblick ins Nest frei ist. Da die Scheibe entspiegelt ist und kaum Licht ins Innere des Häuschens fällt, werden die Vögel nur geringfügig gestört.


Blick in einen NistkastenIm Innenbereich ist ein Rundgang angebracht, um auch kleineren Kindern einen Blick in die Nistkästen zu ermöglichen.
Die Einfluglöcher haben unterschiedliche Durchmesser, dadurch können verschiedene Vogelarten angelockt werden. Die Revierabgrenzung der brütenden Vögel wird durch die Sechseckform und die unterschiedlichen Anflugöffnungen begünstigt.
Der "Vogelkieker" von der Jugendwerkstatt der Gemeinde Schortens gebaut und durch das Friesische Brauhaus Jever finanziert.

Grünes Klassenzimmer

Grünes Klassenzimmer


Lange Weidenäste werden zu Bündeln verschnürtDessi, Hartmut und Theresa bei der Arbeit

Das Weidengewölbe ist fertig und hat sich belaubtAuf dem RUZ-Gelände entstand aus kräftigen Weidenästen ein grünes Klassenzimmer. Zuerst wurden die Weiden in schweißtreibender Arbeit zu Bündeln verarbeitet. Die durch Eisenstangen stabilisierten Bündel wurden dann in vorbereitete Erdgruben gesteckt und aufgerichtet. Inzwischen haben sich die Weiden belaubt, und der lauschige Baum-Raum lädt zum Verweilen ein.

Kinder im grünen KlassenzimmerEin lauschiges Plätzchen
Treckinghütte

Treckinghütte


Eingang zur Treckinghütte mit überdachter VerandaDiese Treckinghütte bietet eine angenehme Übernachtungsmöglichkeit für Radwanderer.
Es können maximal acht Personen übernachten. Im Obergeschoss befinden sich Matratzen. Schlafsäcke müssen mitgebracht werden.
Der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss ist ausgestattet mit Wasserkocher, Kaffeemaschine, Herdplatte, Kalt- und Warmwasseranschluss und diversem Geschirr.Treckinghütte



Die Übernachtung kann über das Büro des RUZ gebucht werden. Die Gebühr beträgt pro Tag für 2 Personen 10,-- EURO. Weitere Personen bezahlen 2,50 EURO.
Natur für alle - der barrierefreie Klostergarten

Natur für alle - der barrierefreie Klostergarten



Das Projekt „Natur für alle – der barrierefreie Garten“ unter der Trägerschaft des RUZ hat die Umgestaltung des Klostergartens Oestringfelde zum Ziel. Er ist neben den vom RUZ genutzten Gebäuden im gleichnamigen Klosterpark angesiedelt und steht interessierten Besuchern jederzeit offen. Hier sollen laut der Grundidee naturnahe und für den eigenen Bedarf umsetzbare Anbau- und Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Darüber hinaus liegt ein weiterer Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die in Projekten und Lehrveranstaltungen verstärkt für die Belange von Natur und Umwelt sensibilisiert werden sollen. Auf dem Gelände kann Natur und Umweltschutz hautnah erlebt, erfühlt und mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Neben Kindergärten, Vorschulen und Klassen jeglicher Altersstufe und Schulform, die Unterricht so einmal ganz anders erleben, können Kinder und Jugendliche hier zudem in ihrer Freizeit oder im Rahmen der Umweltwochen und des Ferienpasses diverse Angebote nutzen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen. Unter Anleitung einer Umweltpädagogin soll Natur/Umwelt mit allen Sinnen erfahren werden.

Der Klostergarten wurde bereits 1995 auf einer Fläche von ca. 2500 m2 angelegt, ursprünglich mit dem vorrangigen Augenmerk auf naturnahe Gestaltung und Kultivierung. Um dieses Areal im Sinne der Barrierefreiheit auch für in beeinträchtigte bzw. behinderte Personen zugänglich zu machen, wird der Klostergarten zur Zeit dem gemäß umgestaltet.

Mit der Erarbeitung der „Planungshilfen für Barrierefreiheit – Natur für alle“ als Gemeinschaftsprojekt der Lebenshilfe WTM e.V. (Projektträger) und dem RUZ Schortens sind die theoretischen Grundlagen zur Durchführung bereits in den vergangenen Jahren gelegt worden und sollen nun in die Praxis umgesetzt werden. Zudem gehen auch bundesgesetzliche Regelungen seit dem 01. Mai 2002 im Behindertengleichstellungsgesetz von einem barrierefreien Ansatz aus.

Die Umgestaltung des Areals sieht ein Miteinander naturinteressierter Personen jeglicher Alterstufen sowie gesundheitlicher/geistiger Beeinträchtigungen vor, wobei im Kernbereich des Gartens darauf geachtet wird, dass behinderte Besucher im Allgemeinen nicht auf die Hilfe von Nichtbehinderten angewiesen sind (Führungen sind nach Absprache jederzeit möglich) und sich die Natur somit auf ganz eigene Weise erschließen können.

Dies bedeutet eine komplette Überarbeitung des Wegenetzes (z.T. Belag, Breite, seitliche Führungshilfen) und des Wegeverlaufs im Gelände, indem der Kernbereich auf einen Hauptrundweg und einige wenige Nebenwege reduziert wird.

Die Beete sind z.T. bereits als Themenbeete (Duftpflanzen, Tastbereiche, Naschen erwünscht usw.) angelegt, was im Hinblick auf sinnansprechende Bepflanzung über den ganzen Kernbereich des Gartens auszuweiten ist. Auch Beetanordnungen auf mehr als einer Ebene (Hochbeete, Aufschüttungen) für in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Personen müssen stärker berücksichtigt werden.

Nach der Zwei-Kanal- (Informationen durch mindestens zwei Sinne wahrnehmbar) sowie der Kiss-Regel („keep it short and simple“) sind Informationstafeln für die allgemeine Orientierung sowie botanische Hinweisschilder an den Beeten zu erstellen, jeweils versehen mit entsprechender Blindenschrift.

Nach Fertigstellung des Kernbereiches werden die Gartenrandbereiche als Themenareale gestaltet sowie spezielle Erlebnispfade angelegt.

Geplant sind ebenfalls die Erstellung von Hörhilfen zur eigenständigen Erkundung des Gartens sowie Anleitungen für Lernspiele.

Die benötigten Gelder zur Durchführung dieses Projektes stammen aus den Fonds entsprechender Stiftungen:

  • 5000x Zukunft
  • Umwelt-Stiftung Weser-Ems
  • Niedersächsische Lottostiftung – Bingo
  • Jade Wirtschaftsraum RegionalStiftung
  • Philipp Orth-Stiftung
  • Regionale Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg
(Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Datum des Bewilligungsbescheids)

bei denen wir uns für die erteilte Unterstützung ganz recht herzlich bedanken!

Geocache im Klosterpark

Geocache im Klosterpark


Geocaching (von griech. γη, ge „Erde“ und engl. cache „geheimes Lager“ ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden.
Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker („Owner“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Karte vom KlosterparkDas Gelände des Klosters Oestringfelde liegt auf einem Sporn des oldenburgisch-ostfriesischen Geestrückens. Vier Kilometer nördlich befindet sich Jever auf einer vorgelagerten Sanddüne. Der Ort war seit prähistorischen Zeiten besiedelt, frühere Steingräber sind vermutlich vor 5500 Jahren errichtet worden, es gab Hügelgräber und das große Gräberfeld von Schortens (An der Plaggestrasse erinnert ein großer Stein daran). Das spätere Kloster Oestringfelde soll auf einer heidnischen heiligen Stätte errichtet worden sein.