2. Oktober 2010
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RUZ Schortens: Klima und Umwelt schützen

Die Kürbissuppe schmeckte den Kindern in der Schloßplatzschule prima. Foto: Anke Kück
Varel. Leckere Kürbissuppe stand am Regionalen Mensa Tag nicht nur in der Grundschule am Schloßplatz auf dem Speiseplan. Rund 1200 Essen hatte der Caterer Le Patron am Mittwoch vergangener Woche in verschiedenen Schulen Frieslands ausschließlich aus regionalen Produkten zubereitet. Wer keine Kürbissuppe mochte, hatte noch die Wahl zwischen Rinderbraten oder überbackenem Blumenkohl.
Projekt des RUZ
Mit dem Regionalen Mensa Tag soll deutlich gemacht werden, welche Vorteile es hat, wenn Produkte aus der Region auf den Tisch kommen. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur heimische Produkte und deren Erzeugung kennen, sondern schützten auch aktiv die Umwelt. So könnten mit der Aktion aufwendige Kühlsysteme sowie weite Transportwege vermieden werden. Die Kinder der Schloßplatzschule wussten ganz genau Bescheid: Sie hatten sich unter Anleitung der Mitarbeiter des Regionalen Umweltzentrums Schortens (RUZ) im Unterricht informiert, den Wochenmarkt, aber auch hiesige Supermärkte, besucht und viele Vorteile
entdeckt. „Unser Ziel ist es, den Kindern einen Bezug zu frischem Obst und Gemüse zu geben,“ erklärt Susanne Balduff vom RUZ.
Kurze Wege sind besser
Unterstützt wird das Projekt Regional ist 1. Wahl von folgenden Sponsoren: Den Volks- und Raiffeisenbanken in Weser Ems, der Molkerei Ammerland und der Raiffeisen- Warengenossenschaft Ammerland-Friesland. Deren geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hermann Mammen erklärte: „Wir wollen damit deutlich machen, dass kurze Wege eben besser sind und regional nicht teuer sein muss.“ Insgesamt wurden für das Projekt 30.000 Euro zur Verfügung gestellt, verteilt auf zwei Jahre. Zum gemeinsamen Essen war auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner in die Schloßplatzschule eingeladen worden: „Ich finde das Projekt toll. Jeder sollte sich bewusst machen was er kauft, viele lassen sich leider zu sehr von der Werbung beeinflussen. Gutes Essen ist auch ein Stück Lebensqualität.“
Essen für alle Kinder
Für Schulleiterin Nannette Poerschke ist das gemeinsame Essen im Rahmen der Ganztagsschule sehr wichtig: „Unser Ziel ist es, dass alle Kinder ein warmes Mittagessen bekommen.“ Damit dies auch bei geringem Einkommen möglich ist, nimmt die Schule einen erheblichen Verwaltungsaufwand in Kauf. Auf Antrag erhalten Familien mit geringem Einkommen für jedes Essen jeweils 1,50 Euro Zuschuss (je zur Hälfte vom Land und dem Schulträger, in diesem Fall die Stadt Varel). Derzeit essen bereits 80 Prozent der Dritt- und Viertklässler an drei Tagen in der Woche gemeinsam in der Schule. „Sie essen gut und gerne,“ freute sich ihre Schulleiterin. (ak)