Regionales Umweltzentrum Schortens
Von der Natur für die Zukunft lernen
Einkaufskompass für regionale Produkte

Einkaufskompass für regionale Produkte


EinkaufskompassIm Grunde genommen ist jeder von uns ein kleiner Landwirt!
Mit jedem Griff in das Lebensmittelregal entscheiden wir, mit welcher Ware es wieder aufgefüllt wird.
Die Qual der Wahl… wissen wir noch, was wir kaufen?
Vor etwa 60 Jahren eröffneten in Deutschland die ersten Lebensmittelgeschäfte mit Selbstbedienung. Hier fand der Kunde erstmalig eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittel, welche bis dahin nur beim Bauern, am Marktstand oder im Fachgeschäft angeboten wurden. Aus Lebensmittelgeschäften sind Supermarkt- und Discounterketten geworden. Heute sind die Regale gefüllt mit einem fast unüberschaubaren Angebot an Nahrungsmitteln. Rund ums Jahr stehen uns Waren aus aller Welt zur Verfügung. Unabhängig von den regionalen Erntezeiten können wir frisches Obst und Gemüse kaufen, Erdbeeren auch zu Weihnachten, Äpfel das ganze Jahr. Der Anteil der industriell produzierten Waren ist riesig und ernährungsphysiologisch nicht immer unbedenklich.

Eine große Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern stehen dem globalisierten, industrialisierten Warenangebot mittlerweile kritisch gegenüber. Viele Menschen entscheiden sich bewusst für regionale und saisonale Lebensmittel mit Produktionsund Herkunftstransparenz.
Wo gibt es Obst und Gemüse aus meiner Region? Wo kann ich Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaufen? Wer kann Kartoffeln liefern?
Auf diese Fragen soll unser Einkaufs-Kompass „Regional ist 1. Wahl“ Antworten geben.
Der Einkaufs-Kompass enthält Hinweise auf regionalen Bezugsquellen, z.B. Landwirte mit direkter Vermarktung und Wochenmärkte. Darüber hinaus bietet der Einkaufsratgeber nützliche Informationen und Tipps für einen bewussten Einkauf.

Durch Anklicken der Titelseite können Sie den Einkaufs-Kompass als pdf-Datei herunterladen.
Servicebroschüre zur Regionalvermarktung und Bildungspartnern

Servicebroschüre zur Regionalvermarktung und Bildungspartnern


Regional ist 1. Wahl – Kleine Auflage für Schulen, Ausgabe für Verbraucher in Bearbeitung

ServicebroschüreIn einer neuen Broschüre sind sie nun versammelt: Informationen zu landwirtschaftlichen Erzeugern und Bildungspartnern in der Region Friesland und umzu. Die hilfreiche Sammlung wurde von den Mitarbeitern des RUZ Schortens im Rahmen des Projektes Regional ist 1. Wahl erarbeitet und enthält neben regionalen Direktvermarktern mit Angaben über die verfügbaren Waren, wertvolle Anregungen zu Bildungsangeboten im Bereich Ernährung für Kinder- und Jugendgruppen sowie landwirtschaftliche Exkursionsziele. Die Broschüre kann von interessierten Pädagogen im RUZ angefordert werden.
Noch in diesem Herbst soll es eine zweite, erweiterte Auflage geben. Der regionale Einkaufskompass richtet sich direkt an Verbraucher und bietet eine umfangreiche Sammlung von kleinbäuerlichen Erzeugern mit Hofladen oder Lieferdienst. Auch die Imker und Markttage der Region sind aufgeführt. An einer Aufnahme interessierte Anbieter können sich gerne kurzfristig im RUZ unter Telefon 04461-891652 melden.


Die Servicebroschüre kann durch Klicken auf die Titelseite als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Projektförderung

Projektförderung


Volksbanken und Raiffeisenbanken Weser-Ems

Raiffeisen Warengenossenschaft eG Ammerland-Friesland
Molkerei Ammerland
Niedersächsisches Kultusministerium
Regional ist 1. Wahl

Regional ist 1. Wahl


Ein Ernährungsprojekt an Ganztagsschulen bzw. Schulen mit Mittagsverpflegung

Poster Regional ist 1. Wahl

Trend zur Ganztagsschule

Der bundesweite Trend zu Ganztagsschulen ist ungebremst. Die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit veränderten Lebens- und Arbeitsrhytmen führen dazu, dass immer mehr Kinder immer früher Ganztagseinrichtungen besuchen. Sie verbringen bis zu neun Stunden pro Tag in Schulen und nehmen dort mehrere Mahlzeiten ein.
Alltagskompetenzen wie Mahlzeitengestaltung und- zubereitung können in den Familien immer seltener vermittelt werden. Der Einfluss von Bildungseinrichtungen auf die Essgewohnheiten nimmt zu und verlagert sich zunehmend von der Familie in die Schule.
Das Essen ist also zu einem unverzichtbaren Bestandteil schulischen Lebens geworden und bietet die Chance, beim täglichen Verpflegungsangebot und bei der Ausgestaltung pädagogischer Konzepte, Theorie und Praxis der Ernährungsbildung zu verküpfen.

Schulverpflegung ist Schulkultur

Essen ist ein Teil unserer Kultur. Schülerinnen, Schülern und Schulpersonal sollte deshalb eine Verpflegung angeboten werden die gesund, schmackhaft, bezahlbar und umweltgerecht ist. Einen besonders hohen Stellenwert hat dabei das warme Mittagessen aus frischen, möglichst regional angebauten Zutaten.
Hier setzt das Projekt Regional ist 1. Wahl des Regionalen Umweltzentrums Schortens an. Adressaten sind die Entscheidungsträger: Kommunen, Schulleitung und Schulträger, Catering Unternehmen, regionale Erzeuger und nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler.
Kinder und Jugendliche haben zwar keinen direkten Einfluss auf die tägliche Schulverpflegung, aber die Möglichkeit als bewusste und kompetente Verbraucher durch Nachfrage oder Beteiligung das Angebot entscheidend mitzubestimmen.
Damit sie die Lebensmittelauswahl ausreichend bewerten können, müssen vielfältige Kompetenzen erworben werden. Die dafür notwendigen altersspezifischen Bildungsmodule entwickelt das Umweltzentrum Schortens in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und erprobt sie in beteiligten Pilotschulen.
Eine Servicebroschüre ergänzt diese Module um Möglichkeiten der Fortbildung für Lehrkräfte und Küchenpersonal, Exkursionsziele für Schulklassen sowie weiterführende Info- und Unterrichtsmaterialien.
Zur Vernetzung der regionalen Akteure wird ein Arbeitskreis eingerichtet. Der gegenseitige Austausch über Gelingensbedingungen soll eine langfristige Zusammenarbeit fördern.

Ernährung und Klimaschutz

Etwa 15% der von einem durchschnittlichen Bundesbürger erzeugten Treibhausgase fallen auf den Bereich der Ernährung. Verbraucher und Verbraucherinnen können also durch eine bewusste Auswahl der konsumierten Produkte einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Dies sichert nicht nur in den wärmeren Teilen der Welt wichtige Lebensgrundlagen, auch in Norddeutschland wird die Landwirtschaft von Klimaveränderungen beeinflusst, etwa durch möglichen Landverlust oder Trockenperioden.
Kriterien für eine klimafreundliche Ernährung sind unter anderem die Regionalität und Saisonalität der verwendeten Lebensmittel. Mit dem Ziel diesen Anspruch auch im Bereich der Schulverpflegung stärker zu verankern, leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung.

Gelungene Kooperation

Das von der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken Raiffeisenbanken in Weser-Ems, der Molkerei Ammerland eG und der Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland eG für zwei Jahre geförderte Projekt des Regionalen Umweltzentrums Schortens richtet sich im ersten Jahr an Ganztagsschulen im Landkreis Friesland und Wilhelmshaven.
Die in dieser Zeit erzielten Ergebnisse werden im zweiten Jahr dem gesamten Gebiet Weser-Ems zur Verfügung gestellt und anschließend in ganz Niedersachsen bekannt gemacht.

Flyer.pdf zum Projekt
Flyer Regional ist 1. Wahl
Klimaschutzprojekt ist ein Erfolg

Klimaschutzprojekt ist ein Erfolg


5. April 2011
Logo Ostfriesenzeitung www.oz-online.de

Von Wolfgang Trumpf
Das Bewusstsein für saisonale und regionale Kost soll geschärft werden. Dadurch könne die Produktion schädlicher Gase verringert werden. An der KGS Wittmund und anderen Schulen wurden gute Erfahrungen gemacht. Die Aktion soll nun ausgeweitet werden.

Teilnehmer in Rastede

Die Teilnehmer der Fachtagung zum Klimaschutzprojekt "Regional ist 1. Wahl". Mit dabei waren (ganz rechts) Harald Lesch, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems und Udo Borkenstein (6. von links), Leiter des Regionalen Umweltzentrums Schortens. Bild: Trumpf

Wittmund/Schortens - Das Ernährungsprojekt an Ganztagsschulen mit dem Motto "Regional ist 1. Wahl", wird seit einem Jahr vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens intensiv mit fünf Partnerschulen - unter anderem mit der KGS Wittmund - getestet. Wegen der guten Erfah-rungen, die bislang gesammelt wurden, ist geplant, das Projekt nun auf die gesamte Weser-Ems-Region auszuweiten. Die Aktion soll das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen für eine saisonale und regionale Kost schärfen. Der Ernährungsbereich trage mit etwa 20 Prozent an der Produktion der schädlichencKlimagasecbei,csocdascRUZ.

Die Caterer der Schulen, die im ersten Jahr an dem Projekt beteiligt waren, bieten zeitweise bereits regionale und saisonale Kost in den Schulmensen an. An der KGS Wittmund gab es kürz-lich die erste "Regionale Mensawoche". Parallel dazu arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitar-beiter des RUZ Schortens die Thematik mit den Schülern auf. Beteiligt sind alle Schulformen von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Udo Borkenstein, Leiter des RUZ Schortens, glaubt, dass nach einer erfolgreichen Ausweitung in Weser-Ems-Region im kommenden Jahr ein landesweites Angebot denkbar ist. Er wolle 2012 ein mehrtägiges Seminar für die Mitarbeiter aller 28 niedersächsischen Umweltbildungszentren anbieten.
KGS-Mensa bietet „dörstammt Wuddels“

KGS-Mensa bietet „dörstammt Wuddels“


22. Februar 2011
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VON WOLFGANG TRUMPF
„Regional ist 1. Wahl“ lautet der Titel des erfolgreichen Projektes, das vom Umweltzentrum Schortens entwickelt wurde.
ERNÄHRUNG An der Alexander-von-Humboldt-Schule in Wittmund ist „Ostfreesenweek“

Regionale Woche in der Mensa der KGS Wittmund

An der Mensa der KGS Wittmund startete gestern das erfolgreiche Ernährungsprojekt „Regional ist 1. Wahl“ des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Schortens. Zu diesem Anlass waren viele Gäste in die Mensa gekommen und überzeugten sich von dem Andrang an der Theke. (Foto: Trumpf)

WITTMUND - „Steekrövenpott mit Kookwurst“ gab es am Montag, dem ersten Tag der „Ostfreesenweek“ in der Mensa der Alexander-von-Humboldt-Schule in Wittmund. Heute ist „Snirtje Braa“ dran, morgen sollen Schüler und Lehrer mit Schnippelbohnen und übermorgen mit „dörstampt Wuddels“ (gestampfter Wurzeleintopf) verwöhnt werden. Die Schulküche bietet in dieser ersten „Regionalen Woche“ nur Mittagessen an, die ausschließlich aus heimischen Produkten zubereitet werden. Besondere Herausforderung ist dabei, dass jetzt im Winter das Angebot an frischen Waren aus Ostfriesland relativ begrenzt ist.

„Regional ist 1. Wahl“ lautet die große Überschrift für dieses Projekt, das vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens bereits im vergangenen Sommer gestartet wurde – zunächst im Landkreis Friesland, dann in Wilhelmshaven und jetzt an der KGS in Wittmund. Besonderheit in Wittmund ist dabei, dass der Speisenplan auf Plattdeutsch präsentiert wird – allerdings gibt es auch hochdeutsche Pläne. Zusätzlich wird in Wittmund allerdings noch eine „Nudelbar“ angeboten, die sich größter Beliebtheit erfreut.

Zur Eröffnung der Ostfriesenwoche waren der Leiter des Umweltzentrums, Udo Borkenstein, gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Ina Rosemeyer und der Projektmitarbeiterin Susanne Balduff in die Mensa gekommen. Udo Borkenstein kündigte an, dass eine Ausweitung des Projektes – das bei der Grünen Woche in Berlin mit einem Preis ausgezeichnet worden sei – mit den Umweltzentren im Bereich von Emden bis Osnabrück vorgenommen werde. Im Hintergrund würden dazu passende pädagogische Angebote gemacht.

Schulleiter Uwe Brauns berichtete, einmal pro Quartal werde man eine „Regionale Woche“ an der KGS-Mensa anbieten. Eine weitere Besonderheit der Wittmunder Mensa sei, dass hier Schüler unter fachkundiger Anleitung im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichts die Speisen zubereiteten, „das kommt natürlich auch der Nachhaltigkeit des Projektes zugute“, so der Schulleiter.

Susanne Balduff kündigte an, dass in etwa 14 Tagen auch eine Informations-Broschüre zum Themenkomplex „Regional und saisonal“ für hiesige Schulen erscheinen werde. Darin seien Direktvermarkter und Projektpartner aufgelistet.

Der Förderverein mit dem 1. Vorsitzenden Heiko Sieling betreibt die 150 Sitzplätze bietende Mensa erfolgreich und mit guten Ideen, zu denen auch Hauswirtschaftslehrerin Birgit Frank und die Fachköchin Sabine Paschke beitragen. So gibt es neben der neuen „Ostfreesenweek“ auch eine Halloween- Woche, eine bayrische Woche oder eine Wünsch-Dirwas- Woche. Täglich gehen dort zwischen 50 und 150 Essen über die Theke – außerdem jede Menge Nudeln. „Oft schmeckt es hier besser als zu Hause“, so ein Schüler.

Unter den Gästen waren auch Erster Kreisrat Hans Hinrichs, Harald Lesch von der Arbeitsgemeinschaft der Volks-und Raiffeisenbanken und Hermann Mammen von der Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland. Die Banken sponsern das Projekt, das jetzt auch vom Fördervereins der KGS Wittmund, der seit April 2010 die Mensa betreibt, unterstützt wird.
Produkte aus der Region kaufen

Produkte aus der Region kaufen

Lecker essen mit regionalen Produkten

Lecker essen mit regionalen Produkten


2. Oktober 2010
Logo Friesländer Botewww.friebo.de

RUZ Schortens: Klima und Umwelt schützen


Regionaler Mensatag in der Schloßplatzschule Varel

Die Kürbissuppe schmeckte den Kindern in der Schloßplatzschule prima. Foto: Anke Kück


Varel. Leckere Kürbissuppe stand am Regionalen Mensa Tag nicht nur in der Grundschule am Schloßplatz auf dem Speiseplan. Rund 1200 Essen hatte der Caterer Le Patron am Mittwoch vergangener Woche in verschiedenen Schulen Frieslands ausschließlich aus regionalen Produkten zubereitet. Wer keine Kürbissuppe mochte, hatte noch die Wahl zwischen Rinderbraten oder überbackenem Blumenkohl.

Projekt des RUZ
Mit dem Regionalen Mensa Tag soll deutlich gemacht werden, welche Vorteile es hat, wenn Produkte aus der Region auf den Tisch kommen. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur heimische Produkte und deren Erzeugung kennen, sondern schützten auch aktiv die Umwelt. So könnten mit der Aktion aufwendige Kühlsysteme sowie weite Transportwege vermieden werden. Die Kinder der Schloßplatzschule wussten ganz genau Bescheid: Sie hatten sich unter Anleitung der Mitarbeiter des Regionalen Umweltzentrums Schortens (RUZ) im Unterricht informiert, den Wochenmarkt, aber auch hiesige Supermärkte, besucht und viele Vorteile
entdeckt. „Unser Ziel ist es, den Kindern einen Bezug zu frischem Obst und Gemüse zu geben,“ erklärt Susanne Balduff vom RUZ.

Kurze Wege sind besser
Unterstützt wird das Projekt Regional ist 1. Wahl von folgenden Sponsoren: Den Volks- und Raiffeisenbanken in Weser Ems, der Molkerei Ammerland und der Raiffeisen- Warengenossenschaft Ammerland-Friesland. Deren geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hermann Mammen erklärte: „Wir wollen damit deutlich machen, dass kurze Wege eben besser sind und regional nicht teuer sein muss.“ Insgesamt wurden für das Projekt 30.000 Euro zur Verfügung gestellt, verteilt auf zwei Jahre. Zum gemeinsamen Essen war auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner in die Schloßplatzschule eingeladen worden: „Ich finde das Projekt toll. Jeder sollte sich bewusst machen was er kauft, viele lassen sich leider zu sehr von der Werbung beeinflussen. Gutes Essen ist auch ein Stück Lebensqualität.“

Essen für alle Kinder
Für Schulleiterin Nannette Poerschke ist das gemeinsame Essen im Rahmen der Ganztagsschule sehr wichtig: „Unser Ziel ist es, dass alle Kinder ein warmes Mittagessen bekommen.“ Damit dies auch bei geringem Einkommen möglich ist, nimmt die Schule einen erheblichen Verwaltungsaufwand in Kauf. Auf Antrag erhalten Familien mit geringem Einkommen für jedes Essen jeweils 1,50 Euro Zuschuss (je zur Hälfte vom Land und dem Schulträger, in diesem Fall die Stadt Varel). Derzeit essen bereits 80 Prozent der Dritt- und Viertklässler an drei Tagen in der Woche gemeinsam in der Schule. „Sie essen gut und gerne,“ freute sich ihre Schulleiterin. (ak)
Wo regionales Essen auf den Teller kommt

Wo regionales Essen auf den Teller kommt


30. September 2010
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Schulmensa Erster „Regionaler Tag“ in der Gesamtschule Friesland – Klima und Umwelt schützen

Schüler in der Mensa der IGS Friesland

Karin Michelowitz versorgte am Mittwoch die Kinder in der Mensa der Gesamtschule Friesland mit einem Mittagessen aus regionalen Produkten. BILD: Ulrich Schönborn

Die drei Menüs zum Mittagessen wurden ausschließlich mit Produkten aus der Region zubereitet. Die Projektziele werden auch im Unterricht thematisiert.
VON ULRICH SCHÖNBORN

SCHORTENS - Die Tische in der Schortenser Gesamtschul-Mensa wurden mit frischem Porree, Äpfeln, Pflaumen und Kräutern dekoriert. Die Schülerinnen und Schüler lassen sich ihr Mittagessen schmecken. Viele holen sich bei Karin Michelowitz an der Theke noch einen Nachschlag. „Der Rinderschmorbraten mit Apfelrotkohl und Kartoffeln wird heute besonders oft verlangt“, berichtet sie.

Das Schulessen – neben dem Rinderbraten gibt es eine Kürbiscremesuppe und überbackenen Blumenkohl – ist an diesem Mittwoch ein ganz besonders. Alle Zutaten stammen aus der Region. Im Rahmen des Ernährungsprojekts „Regional ist 1. Wahl“ fand an der IGS der erste „Regionale Tag“ statt. Deshalb hatten sich neben den Schülerinnen und Schülern auch Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Udo Borkenstein vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens, Schulleiter Wolfgang Ernstorfer und seine Kolleginnen Susanne Hoffmann und Insa Welle sowie Susanne Leiting und Jörg Hodel von der Volksbank Jever.

Das Projekt „Regional ist 1. Wahl“, das vom RUZ Ende vorigen Jahres gestartet worden war, hat Borkenstein zufolge damit ein erstes Etappenziel erreicht. Ziel sei, an den Schulen das Bewusstsein für regionale Produkte und damit auch für den Umwelt- und Klimaschutz zu stärken. Parallel zum Einsatz regionaler Produkte in der Küche von Schul-Caterer Le Patron soll das Thema auch im Unterricht verankert werden. Dazu hat das RUZ entsprechende Unterrichtsmaterialien vorbereitet und den Projektschulen (IGS Friesland, Cäcilienschule Wilhelmshaven, Schlossplatzschule Varel, Mariengymnasium Jever und Alexander-von-Humboldt-Schule Wittmund zur Verfügung gestellt.

Für den Start in der IGS Friesland hatten die Schülerinnen und Schüler die Tische dekoriert und die IGS-Mensa mit Bildern zum Thema geschmückt, die im Kunstunterricht entstanden sind. Die Vorteile der Aktion, die mit Hilfe des Genossenschaftsverbands Weser-Ems im nächsten Jahr Schulen im gesamten Weser-Ems-Gebiet angeboten werden soll, liegen Borkenstein zufolge auf der Hand. Die Kinder und Jugendlichen lernten nicht nur heimische Produkte und deren Erzeugung kennen, sondern schützten auch aktiv die Umwelt. So könnten mit der Aktion aufwendige Kühlsysteme sowie weite Transportwege vermieden werden. „20 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Ernährung“, so Borkenstein. Dieser Anteil könne mit dem verstärkten Einsatz regionaler Produkte deutlich reduziert werden.

Ambrosy zufolge trägt das Projekt aber nicht nur zum Umwelt- und Klimaschutz bei, sondern fördert auch die regionale (Land)Wirtschaft. Für das RUZ und die IGS ist der erste „Regionale Tag“ auch ein Beitrag zu einem Wettbewerb zum „Tag der Regionen“ in Niedersachsen. Sein Motto lautet: „Wer weiter denkt – kauft näher ein“.
Regionaler Mensa-Tag in Schulen als Beitrag zum bundesweiten Aktionszeitraum "Tag der Regionen"

Regionaler Mensa-Tag in Schulen als Beitrag zum bundesweiten Aktionszeitraum "Tag der Regionen"


Tag der Regionen Poster

Am 28.9. und 29.9. veranstaltet das RUZ gemeinsam mit den Projektschulen und den Caterern einen Regionalen Tag in der Mensa. Dieser Tag ist ein Beitrag zum Tag der Regionen (www.tag-der-regionen.de) und ein wichtiger Teil des Projektes Regional ist 1. Wahl.

Er soll Schülerinnen praktisch aufzeigen, wie aus 100% regionalen Lebensmitteln schmackhafte und gesunde Gerichte zubereitet werden können. Zudem wird vermittelt, dass diese Produkte auch im Sinne nachhaltiger Entwicklung Vorteile haben. Sowohl die ökologische (z.B. weniger Transport, weniger Pestizide), die ökonomische (Regionalvermarktung und damit Stärkung der Wirtschaft vor Ort) als auch die soziale Seite der nachhaltigen Entwicklung (Gemeinsames Essen in der Schule, Erhalt von landwirtschaftsbezogenen Arbeitsplätzen in der Region) findet dabei Berücksichtigung.

Der Regionale Tag in der Mensa wird mit großer Bereitschaft und Unterstützung der zuständigen Caterer realisiert, die sofort bereit waren solch einen Tag durchzuführen. Langfristiges Ziel ist die Realisierung einmal im Quartal bzw. sogar einmal im Monat. Außerdem wird angestrebt auch einzelne Lebensmittel, sofern möglich, durch eine Variante aus regionaler Erzeugung zu ersetzen.

Langfristig wird mit der stärkeren Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln hoffentlich auch das Angebot der Erzeuger vor Ort steigen oder zumindest erhalten bleiben. Auch eine größere Transparenz für die Verbraucher, eine damit einhergehende höhere Wertschätzung der heimischen Lebensmittel und möglicherweise auch faire Preise für landwirtschaftliche Produkte könnten die Folge sein.
Regionale Produkte auch in der Schule

Regionale Produkte auch in der Schule


17. Dezember 2009
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Umweltzentrum startet mit Sponsoren eine Ernährungswende / Gute Gründe für gesundes Essen

Vorstellung des Projekts im RUZ

Stellten gemeinsam das Projekt „Regional ist 1. Wahl“ vor (v.l.): Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland; Geschäftsführer Ralf Hinrichs, Molkerei Ammerland eG; geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hermann Mammen, Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland eG; Leiter des RUZ Schortens Udo Borkenstein; Regierungsschuldirektor Volker Beier, Landesschulbehörde Osnabrück; Geschäftsführer Harald Lesch, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, und Vorstand Michael Engelbrecht, Volksbank Jever eG.

Schortens/m – Immer mehr Schulkinder haben schlechte Zähne – auch in Friesland. Es mag am Essen liegen. Gestern startete das Regionale Umweltzentrum Schortens (RUZ) mit dem starken Partner der Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbank in Weser-Ems und den Schulträgern ein neues Projekt: „Regional ist erste Wahl“. Die Ganztagsschule ist im Kommen. Die veränderten Lebens- und Arbeitsrhythmen führen dazu, dass Kinder bis zu neun Stunden pro Tag in der Schule verbringen und dort mehrere Mahlzeiten einnehmen. Und die sollen nicht nur aus Müsli-Riegeln, Käseschnitten aus Italien und Äpfeln aus Übersee bestehen. „Eine regional und saisonal ausgerichtete ökologische Schulverpflegung leistet nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Essensqualität, sie bietet gleichzeitig die Chance, Ernährungsbildung und Klimaschutz nachhaltig mit dem Schulalltag zu verknüpfen, so die Gedanken von Ina Rosemeyer und Udo Borkenstein vom Umweltzentrum. Diese Idee wurde nun aufgegriffen, in einer ersten Phase machen fünf Schulen mit, im zweiten Jahr soll der Gedanke „Regional ist erste Wahl“ auf Weser-Ems ausgeweitet werden und im dritten Jahr auf Niedersachsen. In drei Arbeitskreisen wird das Konzept verfeinert. Es geht um Angebote für Schulklassen, Ausflüge zu Betrieben und Fortbildungen von Lehrern und Küchenkräften. Außerdem: Schule hat zwar einen Bildungsauftrag, aber auch eine Erziehungsvariante – dazu gehört auch das Essen. Die Arbeitsgemeinschaft der Raiffeisen- und Volksbanken Weser-Ems und ihre Partner fördern mit 30000 Euro dieses regionale Projekt, das Vielfalt und mehr Biss in die Mensa bringen will.