Dazu sollten mit künstlerischen Mitteln im Klosterpark des RUZ Schortens drei Dinge zusammengebracht werden, die räumlich getrennt sind: die indianische Sicht/Erfahrung von Natur, die ungarische und die deutsche Sicht/Erfahrung derselben. Zusammen mit dem kolumbianischen Künstler Jorge Hidalgo und den ungarischen und deutschen SchülerInnen wurde die Erdskulptur und andere figürliche Kunstwerke geschaffen. Die gemeinsame künstlerische Arbeit ist hier die Methode, um gedanklich und gefühlsmäßig die bisher getrennt wahrgenommenen Sichtweisen von Natur und Umwelt in verschiedenen Kulturen miteinander zu verbinden. Durch eine intensive Vorbereitung wurde gleichzeitig der Blick auf die eigenen Füße ermöglicht: alle SchülerInnen sind vorher auf die eigene Spurensuche gegangen, haben vergangene, aktuelle und eigene Vorstellungen von Natur, Umwelt recherchiert. Sie haben Eltern und Großeltern befragt, Märchen und Bräuche gesammelt und Veränderungen und Zerstörungen von Natur festgestellt. Bevor sie dem fremden begegneten, wollten wir, dass sie das Eigene kennen. Wir wollten ja kein Projekt machen, in dem Exotik oder Indianerromantik Platz haben, sondern eines, das eine ständige Wechselbeziehung zwischen Eigenem und Fremden zulässt und aus dieser Spannung heraus Neugier und Interesse weckt.