Regionales Umweltzentrum Schortens
Von der Natur für die Zukunft lernen
Bilder des Monats

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Oktober: Herbstfarben November: Feld-Sandlaufkäfer Dezember: Beeren
Klimabäume als Dankeschön

Klimabäume als Dankeschön

Energiewende geht auch zu Hause

Energiewende geht auch zu Hause


3. Juni 2011
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Energie Klimaschutz im Haushalt – Aktionstag von Umweltzentrum und Landkreis

Aktionstag Klimaschutz

Konzipierten gemeinsam den Aktionstag im Bürgerhaus: (von links) Anna-Maria Salomon (Landkreis), Ulf Thomas (LzO), Ina Rosemeyer und Udo Borkenstein vom RUZ. BILD: Rahel Arnold

Die Ausstellung im Bürgerhaus am 24. Juni ist als interaktiver Rundgang konzipiert. Es gibt Informationstafeln, spielerische Elemente, Exponate und Hörbeiträge.

VON RAHEL ARNOLD


SCHORTENS - Energiesparen ist so wichtig wie nie zuvor. Vor dem Hintergrund steigender Strompreise und dem geplanten Atomausstieg wird es zunehmend wichtiger, mit den vorhandenen Ressourcen sparsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Darum bietet das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens gemeinsam mit dem in Landkreis Friesland einen öffentlichen Aktionstag am Freitag, 24. Juni, von 14 bis 18 Uhr zum Thema „Klimaschutz im Haushalt“ an.

Im Bürgerhaus Schortens wird unter anderem die Ausstellung „Unser Haus spart Energie“ präsentiert. Die Ausstellung wird von der Landessparkasse zu Oldenburg finanziert und ist ein Kooperationsprojekt von LzO, RUZ, dem Landkreis Friesland und der Stadt Schortens. Die Ausstellung ist als interaktiver Rundgang mit sechs Themenhäusern konzipiert. Es gibt Informationstafeln, spielerische Elemente, Exponate und Hörbeiträge. Dabei behandelt jedes Haus verschiedene Themen des Energiesparens im Haushalt. „Es geht um die richtige Dämmung und um effizientes Lüften genauso wie um die Nutzung von Sonnenenergie oder anderen regenerativen Formen der Energiegewinnung“, so RUZ-Leiter Udo Borkenstein.

Der Aktionstag wird eröffnet von Landrat Sven Ambrosy und wird neben der Ausstellung auch Vorträge zu Energiethemen unter anderem vom Landkreis Friesland und den Wärmeschutzpartnern Wilhelmshaven-Friesland sowie Experimente rund um erneuerbare Energien beinhalten.

Seit Mai findet für die Grundschulen in Friesland ein Malwettbewerb statt. „Die Kinder sollen sich mit Energiesparen im eigenen Haushalt auseinander setzen und ihre Gedanken dazu in Bildern ausdrücken“, so Ina Rosemeyer, pädagogische Leiterin im RUZ Schortens. „Es sind bereits einige tolle Bilder eingegangen“, sagt sie. Den Gewinnern, von denen es in jeder Klassenstufe einen geben wird, winkt als Preis ein Experimentierkasten. Zudem ist auch ein Gewinn für eingereichte Klassenbilder geplant.
Für die Erwachsenen richtet der Landkreis Friesland ebenfalls einen Wettbewerb für die besten und innovativsten Energiespartipps aus. Einsendungen können als E-Mail an a.salomon@friesland.de gerichtet werden. Einsendeschluss ist der 24. Juni. Erster Preis soll ein Energieausweis sein.

Die Ausstellung wird noch bis zum 7. Juli zu den regulären Öffnungszeiten des Bürgerhauses Schortens zu sehen sein. Diese sind montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Am Dienstag bleibt das Bürgerhaus geschlossen.
Regionale Menüs

Regionale Menüs


1. Juni 2011
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Merle Otten genießt ein saisonales Gericht
Merle Otten, Schülerin der IGS Friesland, freut sich über das saisonale Angebot in der Mensa
und genießt ihr Mittagessen "Überbackenen Gemüsetopf".

Projekt Schüler stimmten ab

Schortens – Das war ein ganz besonderer Regionaler Mensatag, der kürzlich in einigen Partnerschulen des RUZ-Projektes „Regional ist 1. Wahl“ stattfand. Denn die Auswahl der Gerichte lag diesmal nicht in der Hand von Caterer Le Patron. Die Schülerinnen und Schüler des Hauswirtschaftskurses der IGS Friesland waren es, die leckere Gerichte mit saisonalem Obst und Gemüse zusammenstellten. Dazu war es zunächst nötig, sich mit Fragen zur Produktauswahl auseinanderzusetzen. Was wächst im Mai in der Region? Wird es klima- und umweltfreundlich produziert? Nachdem das geklärt und auf Postern festgehalten war, wurden Rezepte rausgesucht und mit dem Caterer verhandelt. Es galt herauszufinden, was auch in größeren Mengen und zu Mensapreisen zubereitet werden kann. Alle Mittag-Esser der IGS wurden anschließend zur Abstimmung gebeten, um Favoriten auszumachen. Heraus kamen ein vegetarischer Gemüsetopf, Spargel-Kartoffel-Auflauf mit Schnitzel und Hähnchenbrust auf Kartoffel-Spinatbett, dazu bunte Blattsalate. Und diese ließen sich Jungendliche wie Lehrkräfte der Projektschulen dann auch schmecken.
Kröten gerettet und Ressourcen geschont

Kröten gerettet und Ressourcen geschont


18. Mai 2011
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Grundschule Heidmühle
Wollen noch intensiver in der naturwissenschaftliche Grundbildung und Umweltbildung zusammenarbeiten: RuZ-Leiter Udo Borkenstein und Heidmühles Grundschulleiterin Gabriele Cohrs unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. BILD: Oliver Braun

Umweltbildung Grundschule Heidmühle und Umweltzentrum schließen Vertrag

Heidmühle - Sie haben Nisthilfen für Insekten gebaut und ihr Schulgelände ökologisch gestaltet, sie ha-ben 351 Kröten bei der Wanderung zu den Laichplätzen über die Straße geholfen und vor dem Überfahrenwerden gerettet, sie haben den Kartoffelacker im Klostergarten des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) bestellt, sind Umweltschule in Europa und achten in ihrer Schule auf Mülltrennung und Energiesparen: Die Grundschule Heidmühle ist in Sachen Umwelt- und Naturschutz ganz weit vorne.
„Ihr habt so viele tolle Sachen gemacht“, lobte der Leiter des Umweltzentrums, Udo Borkenstein, die Schüler bei einer kleinen Feierstunde in der Schulturnhalle, „und deshalb wollen wir mit Euch einen Vertrag abschließen“.
Die Grundschule Heidmühle ist nach der Schlossplatzschule in Varel erst die zweite Grundschule im Landkreis, mit der das RUZ einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat, um in der naturwissenschaftlichen Grundbildung und Umweltbildung noch intensiver zusammenzuarbeiten. Das RUZ bietet somit unter anderem beratende Unterstützung bei Planung und Veranstaltung von entsprechenden Unterrichtsprojekten und Lehrerfortbildungen, die Grundschule kommt für Pflanzaktionen ins RUZ, veranstaltet dort ein Erntefest und beteiligt sich am Klima-Frühstück. Außerdem setzt die Schule ihre Energiesparprojekte und ihr Umweltschul-Engagement fort und nimmt am Ernährungsprojekt „Regional ist 1. Wahl“ teil.
Energiesparen mit Thermi und Elektra

Energiesparen mit Thermi und Elektra


11. Mai 2011
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Grundschule Obenstrohe
Umweltschutz Sprechende Handpuppen im Umwelt-Unterricht der Grundschule Obenstrohe

Die Klasse 4a der Grundschule Obenstrohe hat sich mit dem Thema Energiesparen befasst. Wiebke Schönbohm-Wilke vom regionalen Umweltzentrum hatte die sprechende Heizung Thermi und die Glühbirne Elektra mitgebracht. BILD: Hans Begerow

Das regionale Umweltzentrum sensibilisiert Kinder für das Energiesparen. Mitarbeiterin Wiebke Schönbohm-Wilke brachte eine sprechende Heizung mit.

OBENSTROHE - Das Thema Klimaschutz ist so aktuell wie nie. Die Atomkatastrophe in Japan führte in Deutschland dazu, dass Atomkraftwerke vorübergehend abgeschaltet wurden und wieder angeregt über alternative Energieerzeugungen diskutiert wird. Die Grundschule Obenstrohe möchte aktiv etwas für den Klimaschutz tun und beteiligt sich neuerdings an dem Energiesparprojekt „Energiespar-Kids“ des Umweltzentrums in Schortens.

Energiesheriff ausgebildet
In einem ersten Schritt wurden daher alle Klassen durch ProjektleiterinWiebke Schönbohm-Wilke in Sachen Energie fit gemacht. Die sprechende Heizung Thermi und Glühbirne Elektra, zwei originelle Handpuppen, sorgten dafür, dass das Thema Energie trotz aller Informationen viel Spaß machte. Ganz spielerisch wurden Energiesheriffs ausgebildet, die sich fortan darum kümmern, dass zum Beispiel die Lichter in den Pausen ausgeschaltet werden und in den Schulen die Wärmeenergie nicht zum geöffneten Fenster entweicht.

„Stecker raus“
Die Kinder lernten durch die Handpuppe „Mister Energiefresser“, dass es heimliche Energiefresser gibt, die durch „Stecker raus“ vom Netz getrennt werden müssen.
Neuerdings gibt es auch Aufkleber für die Fenster, die Lehrer und Schüler an das richtige Lüften erinnern sollen. Denn das dauerhafte gekippte Fenster im Winter kostet nicht nur viel Energie, es führt auch nicht einmal zum angestrebten Luftaustausch.
Mit Obenstrohe beteiligen sich nun inzwischen 26 Grundschulen am Projekt Energiespar-Kids. Ziel des Energiesparprojektes, das inzwischen seit dreieinhalb Jahren läuft, ist es, durch Verhaltensänderungen den Energieverbrauch an den Grundschulen spürbar zu senken, ohne dabei Komfort-Einbußen in Kauf zu nehmen.

Klimaschutzprojekt ist ein Erfolg

Klimaschutzprojekt ist ein Erfolg


5. April 2011
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Von Wolfgang Trumpf
Das Bewusstsein für saisonale und regionale Kost soll geschärft werden. Dadurch könne die Produktion schädlicher Gase verringert werden. An der KGS Wittmund und anderen Schulen wurden gute Erfahrungen gemacht. Die Aktion soll nun ausgeweitet werden.

Teilnehmer in Rastede

Die Teilnehmer der Fachtagung zum Klimaschutzprojekt "Regional ist 1. Wahl". Mit dabei waren (ganz rechts) Harald Lesch, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems und Udo Borkenstein (6. von links), Leiter des Regionalen Umweltzentrums Schortens. Bild: Trumpf

Wittmund/Schortens - Das Ernährungsprojekt an Ganztagsschulen mit dem Motto "Regional ist 1. Wahl", wird seit einem Jahr vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens intensiv mit fünf Partnerschulen - unter anderem mit der KGS Wittmund - getestet. Wegen der guten Erfahrungen, die bislang gesammelt wurden, ist geplant, das Projekt nun auf die gesamte Weser-Ems-Region auszuweiten. Die Aktion soll das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen für eine saisonale und regionale Kost schärfen. Der Ernährungsbereich trage mit etwa 20 Prozent an der Produktion der schädlichen Klimagase bei, so das RUZ.

Die Caterer der Schulen, die im ersten Jahr an dem Projekt beteiligt waren, bieten zeitweise bereits regionale und saisonale Kost in den Schulmensen an. An der KGS Wittmund gab es kürzlich die erste "Regionale Mensawoche". Parallel dazu arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RUZ Schortens die Thematik mit den Schülern auf. Beteiligt sind alle Schulformen von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Udo Borkenstein, Leiter des RUZ Schortens, glaubt, dass nach einer erfolgreichen Ausweitung in Weser-Ems-Region im kommenden Jahr ein landesweites Angebot denkbar ist. Er wolle 2012 ein mehrtägiges Seminar für die Mitarbeiter aller 28 niedersächsischen Umweltbildungszentren anbieten.
Schon früh das richtige Energiesparen erlernen

Schon früh das richtige Energiesparen erlernen


22. März 2011
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Auftakt EnergiesparKids in Kita's Bild: Kellin

AUFTAKT Umweltzentrum startet weitere Fortbildung / Aktionen nun in den Kindergärten

SCHORTENS/OS – Energie ist einfach stets und ständig vorhanden. Sie ist für viele schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Darum wird ihr oft keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, und an vielen Stellen kommt es ganz unbewusst zur Energieverschwendung. Hier greift das Klimaschutzkonzept „EnergiesparKids“, das im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) erarbeitet wurde. Was an Grundschulen schon prima klappt und sogar mit einem Landespreis ausgezeichnet wurde, kann fortgesetzt werden: Kindergartenkinder sollen das Energiesparen lernen.

Rund 20 Prozent an Energie könnten eingespart werden, wenn sich nur ein paar kleine Verhaltensänderungen durchsetzen ließen, erklärten Ina Rosemeyer, pädagogische Leiterin des RUZ, und ihre Mitarbeiterin Wiebke Schönbohm-Wilke gestern Nachmittag bei der Auftaktveranstaltung zum Programm „EnergiesparKids in den Kindertagesstätten“. Bürgermeister Gerhard Böhling begrüßte dazu etliche Kindergartenleiter und einige Vertreter der Kindergartenträger, die sich das Konzept erläutern ließen.

Gerade die Jüngsten seien noch besonders aufnahmebereit für Verhaltensänderungen, erklärte Ina Rosemeyer. Es gehe nicht darum, im Kalten oder im Dunkeln zu sitzen, sondern vielmehr um den bewussten Umgang mit der Energie. So zum Beispiel bei der sehr beliebten Lüftung durch das gekippte Fenster, meist sogar wenn die Heizung darunter ordentlich Wärme produziere. Besser sei es, die Heizung auszustellen und kurz das komplette Fenster zu öffnen. Oder aber das Licht auszustellen, wenn mittlerweile genügend Tageslicht vorhanden sei. Kleine Veränderungen brächten den großen Effekt, sagte Rosemeyer.

Für die Kindertagesstätten gebe es einen spielerischen Ansatz, der den Kindern die Bedeutung von Energie deutlich mache und ihnen auch zeige, dass Energie mit großem Aufwand gewonnen werden müsse, sagte Wiebke Schönbohm-Wilke. Auch die von den Grundschulen schon bekannten Handpuppen Thermie und Elektra kommen wieder zum Einsatz, außerdem Mister Energiefresser.

Thomas Myslik ging auf die technischen Aspekte ein und erklärte, er werde alle Einrichtungen vor Ort besuchen und dann Anregungen für Veränderungen geben. Die Einsparungen kommen sowohl dem RUZ als Ideengeber, aber auch den Kindertagesstätten selbst und den Trägern zugute. Obendrein profitiert natürlich auch das Klima.
Im Grünkohl stecken Zutaten aus der Region

Im Grünkohl stecken Zutaten aus der Region


25. Februar 2011
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ERNÄHRUNGSPROJEKT In den Schulmensen soll der Anteil hier angebauter Rohstoffe noch gesteigert werden

Regionaler Tag in der Mensa

Links: Schwören auf Grünkohl mit Zutaten aus der Region: Hans-Jürgen Teichmann (v.l.), Eugen Littau („Le Patron“), Dorothe Levin, Udo Borkenstein, Susanne Balduff, Susanne Leiting (Volksbank Jever), Ina Rosemeyer und Peter Wehnemann. Rechts: Sophie (links) und Anika Groninger finden Grünkohl „einfach lecker“. BILDER: STUTZ


Der Caterer „Le Patron“aus Wilhelmshaven beteiligt sich mit Unterstützung an dem Projekt „Regional ist erste Wahl“.

VON JÖRG STUTZ JEVER – Der Grünkohl kommt aus Vechta, Kohlpinkel und Kasseler lieferte eine Fleischerei aus Wilhelmshaven, die Kartoffeln stammen aus dem Landkreis Oldenburg. Rund 60 Schüler, Lehrer und „Gastesser“ genossen jetzt in der Mensa des jeverschen Mariengymnasiums das beliebte Traditionsgericht, das ausschließlich mit Zutaten aus der Region zubereitet worden war.

Der Caterer „Le Patron“ aus Wilhelmshaven beteiligte sich damit an dem Ernährungsprojekt „Regional ist erste Wahl“, das das Schortenser Regionale Umweltzentrum (RUZ) mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken Weser Ems auf die Beine gestellt hat. Mit von der Partie sind im Landkreis Friesland auch die IGS Schortens und die Schlossplatzschule in Varel.

Langfristiges Ziel des Projektes ist es, den Anteil von in der Region angebauten und hergestellten Rohstoffen in den Schulmensen zu steigern. „Das geht nicht auf einen Schlag“, so die realistische Einschätzung von Susanne Balduff. Für die Projektmitarbeiterin wäre es schon ein Erfolg, sollten in den Schulküchen einmal 20 Prozent aller verarbeiteten Zutaten aus der Region kommen. Das wäre für die Ernährungsberaterin ein wertvoller Beitrag zum Gesamtbereich Klima, Umwelt und Gesundheit. Das sieht Ina Rosemeyer ähnlich. Die pädagogische Leiterin hat vor dem Hintergrund des jüngsten Dioxin Skandals ein Umdenken auch bei den Verantwortlichen der Supermarktketten festgestellt. Den Trend hin zu regionalen Produkten und damit auch hin zu mehr Transparenz bei der Erzeugung von Lebensmitteln sieht sie positiv.

Udo Borkenstein sieht das Projekt nicht nur aus der Öko und Gesundheitsperspektive. Für den RUZ Leiter ist „Regional ist erste Wahl“ auch ein Stück Wirtschaftsförderung. Was die Belieferung der Mensen angeht, gibt es mittlerweile rund 20 regionale Direktvermarkter, die mit den Schulküchen und Mensen zusammenarbeiten. Demnächst soll das Projekt auch der Landesschulbehörde vorgestellt werden.

Für Peter Wehnemann passt das Projekt gut zur vom Landkreis Friesland auf den Weg gebrachten Bildungsoffensive. Mit dem Ganztagsschulbetrieb soll ein Hauptaugenmerk auch auf die gesunde Ernährung geworfen werden, so der Erste Kreisrat. „Bildung braucht Gesundheit – und umgekehrt“, formulierte er die Stoßrichtung. Mit dem pro Quartal einmaligen „regionalen Tag“ in der Mensa ist am Mariengymnasium jedoch nicht Schluss. So befasst sich die Klasse 9b im Unterricht mit dem Thema „Klima, Gesundheit, Umwelt“. In der Oberstufe werden sogar Spiele zu dem Themenbereich entworfen. Trotzdem bricht Dorothe Levin nicht in Euphorie aus. „Die Schüler sind es nicht mehr gewohnt, das zu essen, was aus der Region kommt“, weiß die Schulleiterin. Kein Wunder: Schließlich sind die Kinder und Jugendlichen damit groß geworden, dass bei Lebensmitteln „immer alles verfügbar ist“ (Levin).

Hans Jürgen Teichmann sprach sich dafür aus, bei dem Projekt auch die Eltern mit einzubeziehen. Der Lehrer ist Mitglied des MensaAusschusses am Mariengymnasium und weiß deshalb, was die Schüler mögen: „Pasta Gerichte sind besonders beliebt“, so der Pädagoge. „Nur Öko hat keinen Sinn“, warnte Teichmann, der aber auch bei den Schülern mittlerweile ein Umdenken festgestellt hat. So gebe es immer mehr Oberstufenschüler, die von Döner und Pommes auf das Mensaessen umschwenken.

Das Grünkohl Gericht hatte am „regionalen Tag“ übrigens keinen leichten Stand. Gemüsepfanne, vegetarische Bratlinge, Spinatlasagne und Fischstäbchen standen ebenfalls auf der Speisekarte. Sophie und Anika Groninger hatten sich trotzdem für das Traditionsgericht mit Kasseler und Wurst entschieden. Auf die Herkunft der Zutaten kam es den Achtklässlerinnen dabei jedoch nicht an. „Unsere Oma macht auch immer Grünkohl – das ist einfach lecker“, so die Zwillinge.
"Auf Kipp ist nicht cool"

"Auf Kipp ist nicht cool"


19. Februar 2011
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UMWELT Cäcilienschülerin gestaltete Sticker für das Heizenergiesparen
Den Druck der Aufkleber sponserte die EWE. Schon jetzt zeigt die Aktion der Cäcilienschule Erfolg, heißt es.

Präsentation der Aufkleber zum energiesparenden Lüften
Tolle Idee ohne große Kosten: Schüler und Projekt-Betreuer mit den Aufklebern. Foto: Knothe


SCHORTENS/WILHELMSHAVEN/KAR- Grade in der kalten Jahreszeit sind sie Heizenergieschleudern Nummer eins: dauernd gekippte Fenster. Um ihre Mitschüler an der Cäcilienschule Wilhelmshaven für das Heizenegiesparen zu sensibilisieren, gestaltete Frederike Sachsenheimer aus dem 13. Jahrgang transparente Fensteraufkleber. Mit Sprüchen wie „Auf kipp ist nicht cool!“ und „Heiz‘ nicht zum Fenster raus!“ wird ohne pädagogischen Zeigefinder direkt an den Fenstern zum umweltfreundlicheren Stoßlüften aufgefordert.

Die Druckkosten der roten und blauen Aufkleber in einer Stückzahl von 500 je Farbe übernahm die Energieversorgung Weser-Ems (EWE). Begleitet wird die Aktion vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Schortens, das die Umweltmanager der Cäcilienschule ausbildet. Es sind Kinder wie die Neuntklässlerin Ines Tomala und Sören Lühr aus der 6b, die ihre Mitschüler zum Umweltbewusstsein im Schulalltag anregen. Unter 800 Schüler, erklärte Lehrer und Projektkoordinator Andreas Stückemann, wurden im Jahrgang fünf pro Klasse vier, in Klasse sechs bis zehn jeweils zwei Umweltmanager im Rahmen des Kooperationsvertrages, den die Schule seit 2008 mit dem RUZ hat und kürzlich verlängerte, ausgebildet.

RUZ-Leiter Udo Borkenstein lobte die „tolle Idee für verhaltensändernde Maßnahmen ohne große Kosten“. Vor 14 Tagen, erklärte Stückemann, seien in einer gemeinsamen Aktion die Sticker aufgeklebt worden. Sie seien auf hochwertiger Folie gedruckt für die Borkenstein die EWE als Sponsor gewinnen konnte. Diese Folie kann nach der Heizperiode abgenommen und im Herbst wieder angeklebt werden. An sechs Schulgebäuden habe er den Eindruck einer deutlichen Wirkung. Es seien kaum mehr Fenster gekippt, so Stückemann. Durch richtiges Lüften könnte man 15 Prozent Energieersparnis erreichen und bis zur Hälfte Heizenergie einsparen. Schulen seien relativ unökonomisch und oft überheizt. Ein Grad kühler bedeutet bereits sechs Prozent Ersparnis.

Frederike hatte die Idee aus dem Heft „Fluter“ der Bundeszentrale für politische Bildung und wollte zunächst Plakate mit Tipps erstellen. Gemeinsam mit Christian Kleinwächter gestaltete sie dann die sechs Aufkleber, von denen zwei in Druck gingen. Die Schülerin engagierte sich gerne, möchte statt Design aber lieber Medizin studieren.

Alwin Schlörmann, Leiter der EWE-Geschäftsregion Oldenburg/Varel, wünscht sich, dass Schüler in Zukunft diese Aufkleber mit nach Hause nähmen und dort ebenfalls etwas für die Umwelt täten. Borkenstein wies auf ein ähnliches Projekt mit 24 Grundschulen hin, das 2008 Energiekosten im Wert von 50 000 Euro eingespart hätte.
Regionale Mensatage in Schulen erhalten Preis

Regionale Mensatage in Schulen erhalten Preis


25. Januar 2011
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Aktion des Umweltzentrums Schortens auf der Grünen Woche ausgezeichnet


Überreichung der Urkunde

Kerstin Haarmann, Bundesgeschäftsführerin Verkehrsclub Deutschland (rechts),
übereichte die Urkunde für den dritten Platz an Ina Rosemeyer vom Regionalen Umweltzentrum Schortens.


Schortens/Berlin/ - „Regional ist 1. Wahl“ – so heißt das Motto für ein Projekt des Regionalen Umweltzentrums Schortens, das jetzt auf der Grünen Woche ausgezeichnet worden ist. Das Aktionsbündnis Tag der Regionen und der Bundesverband der Regionalbewegung hatten zu einem bundesweiten Wettbewerb der Aktionen aufgerufen. Die Preisträger wurden auf der Grünen Woche in Berlin prämiert. Im Rahmen des traditionellen „Neuland-Empfangs“ überreichten die Juroren und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, in Vertretung für die Schirmfrau Ministerin Ilse Aigner die Preisgelder an die fünf Gewinner. Einen der dritten Preise (300 Euro) nahm Ina Rosemeyer, pädagogische Leiterin des RUZ Schortens, für die regionalen Mensatage in Empfang.

Bereits im November 2009 startete dieses RUZ-Projekt. Ziel ist es, dass regionale Lebensmittel in Schulen eine ganz neue Bedeutung bekommen. Neben der Erarbeitung von begleitenden pädagogischen Inhalten war es wichtig, das Mensaangebot in den Projektschulen zu verändern. Auftakt bildeten drei regionale Mensatage. An den Tagen konnten mit Hilfe der Caterer ausschließlich Menüs aus regionalen Zutaten angeboten werden. Die regionalen Mensatage und das begleitende Rahmenprogramm waren ein Erfolg, viele Lehrkräfte und Schüler kamen in die Mensen, um regionalen Genuss zu erleben.

Der Tag der Regionen möchte mit dem Slogan „Wer weiter denkt – kauft näher ein“ auf die Verantwortung für das eigene Lebensumfeld aufmerksam machen. Regionale Kreisläufe sind oft ein gutes Zusammenspiel ökonomischer, ökologischer und sozialer Vorteile. Mit dem Kauf von heimischen Produkten entscheiden sich Verbraucher für ihre Region. In Bezug auf Nahrungsmittel etwa werden Arbeitsplätze in kleinbäuerlichen Betrieben gesichert und lange Transportwege im Sinne des Klimaschutzes vermieden. Lebensmittel sind frischer, heißt es seitens der Jury.
"Die Arbeit von 4100 Bäumen"

"Die Arbeit von 4100 Bäumen"


Dezember 2010
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Grundschüler zu Gast im Rathaus – UNESCO Auszeichnung für RUZ Projekt

Vareler EnergiesparKids präsentieren stolz Urkunden und Fahne. FOTO: Anke Kück, Friesländer Bote

Vareler EnergiesparKids präsentieren stolz Urkunden und Fahne. FOTO: Anke Kück

Varel. „Licht aus, Tür zu, Heizung aus,“ die kleinen Energiesparsheriffs wissen genau worauf es ankommt. Kinder der Grundschulen Am Schlossplatz, Langendamm, Altjührden, Borgstede und aus der Hafenschule nahmen an dem Projekt „EnergiesparKids“ des Regionalen Umweltzentrums Schortens (RUZ) teil. Durch das gelernte Verhalten wurde erhebliche Energie eingespart. Projektleiterin Wiebke Schönbohm-Wilke: „Dank Eurer Hilfe wurden in einem Jahr insgesamt 82 Tonnen CO2 eingespart. Damit habt ihr die Arbeit von 4100 Bäumen übernommen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz geleistet.“

Für dieses Angebot wurde das RUZ kürzlich von der deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielles Bildungsprojekt für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet“. Ganz nebenbei wurde natürlich außerdem eine Menge Geld eingespart – denn Energie kostet Geld. Die genaue Summe wollten die Organisatoren nicht verraten, aber der Betrag fließt zu 30 Prozent an die Schulen zurück – und in Langendamm kann damit der Grundstock für eine heißbegehrte Seilbahn gelegt werden, wie Schulleiterin Dörthe Walsemann bestätigte. Jeweils weitere 30 Prozent bleiben beim RUZ und beim Schulträger – der Stadt Varel. Die restlichen 10 Prozent werden für besondere Schulungsmaßnahmen zurückgelegt.

Grund genug also für Bürgermeister Gerd-Christian Wagner Dankeschön für dieses Engagement zu sagen. Die Schüler fanden es spannend im Rathaus und hatten keine Scheu ihre Wünsche in Sachen Klimaschutz dem Bürgermeister mit auf den Weg zu geben. Er hatte die kleinen Klima-Sheriffs mit ihren Schulleiterinnen und Hausmeistern ins Rathaus eingeladen. Zunächst gab er den Schülern Gelegenheit zu sagen, warum sie sich für die Umwelt engagieren und was ihre Wünsche dazu wären. „Ich möchte die Natur schützen, deshalb mache ich mit“, sagte Sarah. Michel würde am liebsten alle Autos abschaffen und mehr Windräder aufstellen: „Wir wollen mehr Sachen, die Energie machen aber keinen Qualm, auch keine Kohlekraftwerke.“Dima wies den Bürgermeister nachdrücklich darauf hin, dass erst gar nicht so viele Züge und Autos gebaut werden sollten und auch Carolin hatte eine konkrete Forderung: „Ich möchte die Atomkraftwerke weghaben, weil sie so gefährlich sind.“ Lennart ergänzte: „Am besten ist, wenn wir Energie einsparen und außerdem überall Strom mit Solarplatten machen.“

Der Bürgermeister bekam also einige ganz konkrete Wünsche mit auf den Weg und lobte: „Es ist toll, dass ihr so bewusst mit Strom und Licht umgeht. Macht weiter so und ich würde mich freuen, wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.“ Anschließend überreichte er jeder Schule eine Urkunde als Anerkennung. Zusätzlich gab es von Ina Rosemeyer (RUZ) kleine Geschenke in Form von Büchern und CDs – die sich natürlich auch mit dem Thema Klimaschutz beschäftigten.(ak)
Ideen zum Klimaschutz aus dem RUZ

Ideen zum Klimaschutz aus dem RUZ

EnergiesparKids Jever auch 2009 erfolgreich - Klimabaum gepflanzt

EnergiesparKids Jever auch 2009 erfolgreich - Klimabaum gepflanzt

Schüler werden zu Lehrern

Schüler werden zu Lehrern


9. November 2010
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PROJEKT Kooperation mit dem RUZ

VON HENNING KARASCH
SCHORTENS Sieben Kinder aus Schortens und Jever sind ins Regionale Umweltzentrum (RUZ) nach Schortens gekommen, um etwas über den Wald, seine Bewohner und die Möglichkeiten darüber zu erfahren, wie man in ihm überleben kann. Diese Überlebens-Strategien erarbeiten die Schülerinnen und Schüler diesmal nicht nur mit dem RUZ-Team.Nora el-Serri, Christopher Land, Annika Rosenblatt und Denise Ahlhorn aus dem elften Jahrgang des Fachgymnasiums Gesundheit und Soziales an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Jever haben diesen Projektnachmittag mit dem Titel „Abenteuer Natur“ im Rahmen der Fachpraxis ihres Profilfaches Pädagogik/Psychologie geplant.

Nun sprechen sie mit den naturbegeisterten Kindern über Ökosysteme, und Nora erklärt ihnen den Nutzen des Waldes. Malte und Franziska wissen sogar, warum sich Blätter im Herbst färben. Die Oberstufenschüler lassen die Kinder Tiere des Waldes zuordnen und reichen natürliche Leckereien wie Himbeeren, Schnittlauch und Löwenzahn zum Probieren in Schälchen herum. Wie man mit einem Stein und Gräsern in einer Tüte Wasser gewinnen kann oder wie man sich einen Feuerbogen zum Feuermachen baut, lernen die Kinder ebenfalls. BBS-Lehrerin Silvia Haag hat mit ihren Schülern über Lerntheorien gesprochen und sie bei der Planung unterstützt. Nun sitzt sie gemeinsam mit Ina Rosemeyer vom RUZ im Hintergrund und trägt Notizen in ihren Bewertungsbogen ein. Die Lehrerin freut sich, dass das RUZ neben Schulen und Kindergärten als Projektpartner gewonnen werden konnte und den Projektauftrag zum Thema „Überleben“ gab.

Die insgesamt 20 Projektgruppen aus den drei elften Klassen werden Anfang 2011 ihre Projekte ihren Mitschülern und Eltern vorstellen, sie dokumentieren alles und schreiben eine Arbeit darüber.

Kinder lernen Überlebenstechniken kennen


Ina Rosemeyer (v. l.) beobachtet Franziska, Aiske, Gerriet, Malte und Lina bei ihren Experimenten zum Thema „Überleben im Ökosystem Wald“. FOTO: KARASCH ©
Projekt "EnergiesparKids" ausgezeichnet

Projekt "EnergiesparKids" ausgezeichnet



Auszeichnungsveranstaltung


Das Energiesparprojekt des Regionalen Umweltzentrums Schortens wurde am 27.10.2010 in Hannover im Rahmen des niedersächsischen Klimaschutzwettbewerbs "Klima Kommunal 2010" ausgezeichnet. Zur Ausweitung des Projektes auf Kindergärten in Friesland gab es eine Anschubfinanzierung in Form eines Preisgeldes in Höhe von 50 000 Euro. Eingereicht wurde der Wettbewerb, stellvertretend für die friesische kommunale Familie, von der Stadt Schortens (weitere Informationen siehe Artikel vom 20.10. unten). Das Foto zeigt (v. li.) Frank Klingebiel, Sprecher AG Kommunale Spitzenverbände, Aygül Özkan, Niedersächsische Sozialministerin, Ina Rosemeyer, RUZ Schortens, Heide Bastrop, stellvertr. Bürgermeisterin, Petra Kowarsch, Umweltbeauftragte der Stadt Schortens, und Umweltminister Hans-Heinrich Sander.

Herzlichen Dank an die Initiatoren und die Jury des Wettbewerbs sowie alle Projektbeteiligten!
Schüler wollen „Licht-aus-Tag“ einführen

Schüler wollen „Licht-aus-Tag“ einführen


3. September 2010
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Klimakonferenz Jugendliche aus Friesland entwickeln Ideen für saubere Umwelt


Schüler bewerten die Ideen nach ihrer Wichtigkeit

Ideen für ein besseres Klima angezettelt: Nach der Formulierung der Vorschläge ging es daran, Prioritäten festzusetzen. BILD: Oliver Braun


OBN. SCHORTENS - Solarzellen auf alle Schuldächer bauen, die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel verbessern, Fahrgemeinschaften fördern und frühzeitig mit der Klima-Erziehung anfangen: Viele Ideen und Vorschläge haben am Donnerstag 54 Schüler nahezu aller weiterführenden Schulen Frieslands bei der ersten regionalen Klimakonferenz in Schortens entwickelt. Sogar von der Inselschule Wangerooge waren Delegierte zur Klimakonferenz gekommen.

Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens hatte die regionale Klimakonferenz für den Landkreis Friesland initiiert. Innerhalb eines Vormittages haben die Schüler einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der in den nächsten Tagen Landrat Sven Ambrosy überreicht wird. Der hatte am Morgen zum Auftakt der Veranstaltung im Bürgerhaus erklärt, dass die Ideen der Jugendlichen in das Klimaschutzkonzept des Landkreises einfließen werden.

Unter den sechs Aspekten Familie, Schule, Verein, Politik, Unternehmer und Behörde haben sich die Schüler Gedanken zum Klimaschutz in Friesland gemacht und diese anschließend mit Prioritätspunkten bewertet. So fordern die Schüler auch von Erwachsenen, auf unnötige Autofahrten zu verzichten und wann immer das möglich ist, Fahrgemeinschaften zu bilden. Das Netz für Bus und Bahn müsse verbessert und die Zahl der Haltestellen vergrößert werden.

weiterer Schwerpunkt liegt Ein im Bereich baulicher Maßnahmen: Öffentliche Gebäude sollten nach Klimaschutzaspekten modernisiert und für die Klimasanierung privater Häuser ein Förderprogramm aufgelegt werden. Zudem plädieren die Jugendlichen für die Einführung eines „Licht-aus-Tages“.

Insgesamt wurden sehr viel mehr Ideen entwickelt. Ina Rosemeyer, pädagogische Leiterin des RUZ, versprach den Schülern, dass kein einziger Gedanke verloren gehe. RUZ-Leiter Udo Borkenstein, Initiator der Klimakonferenz, erklärte, dass das RUZ allen interessierten Schülern eine AG auf Kreisebene anbiete, um weiter an dem Thema zu arbeiten.


Die Ergebnisse der Klimakonferenz sind als Tagungsband erschienen: Tagungsband Klimakonferenz

Kooperation

Besucherzahl um 100 Prozent gesteigert


12. Februar 2010
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UMWELTZENTRUM RUZ als Bildungseinrichtung gefragt - Neuer Vorstand

RUZ Vorstand 2010

Der alte und der neue Vorstand des RUZ (v.l.): Sabine Haltern, Udo Borkenstein, Stefan Antheck, Bernd-Uwe Janssen, Petra Kowarsch und Gerd Peters.


SCHORTENS - Der Trägerverein des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Schortens hat einen zum Teil neu besetzten Vorstand: Sabine Haltern, langjährige Kassenwartin des Vereins, erklärte aus persönlichen Gründen den Rücktritt. Wie berichtet ist Haltern, die auch für die SPD im Kreistag saß, vor einigen Monaten nach Pinneberg verzogen und kann ihre Ämter nicht mehr wahrnehmen.

Auf der Jahreshauptversammlung überraschte Vorsitzender Udo Borkenstein die Anwesenden daher mit im Vorstand erarbeiteten Vorschlägen, die zu folgenden Veränderungen führten: Gerd Peters, bisher stellvertretender Vorsitzender, wurde von den Mitgliedern zum Kassenwart gewählt. Als stellvertretender Vorsitzender ist Bernd-Uwe Janssen neu im Vorstand.

In seinem Jahresbericht ging Udo Borkenstein auf die große Resonanz der Umweltbildungseinrichtung in den vergangenen zwei Jahren hin. So stieg die Zahl der Besucher im RUZ von 2007 bis 2009 um fast 100 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: Innerhalb von zwei Jahren stieg die Besucherzahl von 5980 auf 11 250 Schüler.

Zu den Glanzlichtern des vorigen Jahres gehörte der Besuch der Bundesbildungsministerin Annette Schavan im Mai. Bei dieser Gelegenheit übergab Britta Heine von der Firma Nordfrost dem RUZ einen Scheck in Höhe von 4000 Euro für das „Klimafrühstück“-Projekt (die NWZ berichtete).

Im Juli wurde das sehr erfolgreiche Projekt „Energie sparen an Grundschulen“ von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet und erhielt eine Prämie in Höhe von 1000 Euro, im September fand im Bürgerhaus eine Großveranstaltung mit Vertretern von Schulen aus dem gesamten Weser-Ems Gebiet statt. Dabei zeichnete Staatssekretär Dr. Stefan Birkner vom niedersächsischen Umweltministerium 31 Schulen als Umweltschule in Europa aus.

Auch für das neue Projekt „Regional ist 1. Wahl“ hat das RUZ Unterstützer: So will unter anderem die Volksbank Jever für zwei Jahre Fördergelder in Höhe von 30 000 Euro bereitstellen.

Mit dem Projekt soll eine Optimierung der Schulverpflegung an Ganztagschulen mit Hilfe aller Beteiligten gelingen, erläuterte die pädagogische Leiterin des RUZ, Ina Rosemeyer. Neben gesunder Ernährung spiele vor allem die Auswahl der Lebensmittel eine große Rolle, die künftig stärker die Kriterien „saisonal“ und „regional“ erfüllen sollen. Dazu werden neben den Schulen und ihren Trägern auch regionale Erzeuger und Gastronomie-Unternehmen angesprochen und in Arbeitskreisen zusammengeführt.

Zunächst erstreckt sich das Projekt auf den Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven. Nach Erprobung von Bildungsmodulen für verschiedene Klassen- und Schulstufen und Erstellung einer Servicebroschüre werden die Ergebnisse dann im zweiten Projektjahr für das gesamte Gebiet Weser-Ems und anschließend niedersachsenweit zur Verfügung gestellt.

Trilaterale Projekte


23. Januar 2010
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Trilaterale Projekte anschieben / Ausflug ins Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven

Ungarische und polnische Partner im RUZ


SCHORTENS – Die anlässlich des Stadtgeburtstags in Schortens weilende Bürgermeisterin aus Nagybajom (Ungarn), Józsefné Czeferner, und der Bürgermeister aus Pieszyce (Polen), Miroslaw Obal, besuchten auch das Regionale Umweltzentrum im Klosterpark.
In einem in sehr netter Atmosphäre stattgefundenen Gespräch mit Ina Rosemeyer, Bernd-Uwe Janssen und Udo Borkenstein wurden auch mögliche gemeinsame Aktivitäten angesprochen. Das RUZ-Team versprach zu eruieren, welche EU-Fördermöglichkeiten es zurzeit für trilaterale Projekte gibt.
Im Anschluss an das konstruktive Arbeitstreffen im RUZ fuhr man ins Wattenmeerhaus nach Wilhelmshaven. Bernd-Uwe Janssen erklärte den Gästen, immer über den Umweg der Übersetzung ins Polnische und ins Ungarische, die Besonderheiten des Weltnaturerbes Nationalpark Wattenmeer. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Seglerheim am Nassauhafen klang diese Begegnung dann aus.

Regionale Produkte auch in der Schule


17. Dezember 2009
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Umweltzentrum startet mit Sponsoren eine Ernährungswende / Gute Gründe für gesundes Essen

Vorstellung des Projekts im RUZ

Stellten gemeinsam das Projekt „Regional ist 1. Wahl“ vor (v.l.): Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland; Geschäftsführer Ralf Hinrichs, Molkerei Ammerland eG; geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hermann Mammen, Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland eG; Leiter des RUZ Schortens Udo Borkenstein; Regierungsschuldirektor Volker Beier, Landesschulbehörde Osnabrück; Geschäftsführer Harald Lesch, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, und Vorstand Michael Engelbrecht, Volksbank Jever eG.

Schortens/m – Immer mehr Schulkinder haben schlechte Zähne – auch in Friesland. Es mag am Essen liegen. Gestern startete das Regionale Umweltzentrum Schortens (RUZ) mit dem starken Partner der Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbank in Weser-Ems und den Schulträgern ein neues Projekt: „Regional ist erste Wahl“. Die Ganztagsschule ist im Kommen. Die veränderten Lebens- und Arbeitsrhythmen führen dazu, dass Kinder bis zu neun Stunden pro Tag in der Schule verbringen und dort mehrere Mahlzeiten einnehmen. Und die sollen nicht nur aus Müsli-Riegeln, Käseschnitten aus Italien und Äpfeln aus Übersee bestehen. „Eine regional und saisonal ausgerichtete ökologische Schulverpflegung leistet nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Essensqualität, sie bietet gleichzeitig die Chance, Ernährungsbildung und Klimaschutz nachhaltig mit dem Schulalltag zu verknüpfen, so die Gedanken von Ina Rosemeyer und Udo Borkenstein vom Umweltzentrum. Diese Idee wurde nun aufgegriffen, in einer ersten Phase machen fünf Schulen mit, im zweiten Jahr soll der Gedanke „Regional ist erste Wahl“ auf Weser-Ems ausgeweitet werden und im dritten Jahr auf Niedersachsen. In drei Arbeitskreisen wird das Konzept verfeinert. Es geht um Angebote für Schulklassen, Ausflüge zu Betrieben und Fortbildungen von Lehrern und Küchenkräften. Außerdem: Schule hat zwar einen Bildungsauftrag, aber auch eine Erziehungsvariante – dazu gehört auch das Essen. Die Arbeitsgemeinschaft der Raiffeisen- und Volksbanken Weser-Ems und ihre Partner fördern mit 30000 Euro dieses regionale Projekt, das Vielfalt und mehr Biss in die Mensa bringen will.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Regional ist 1. Wahl

10 Tonnen Kohlenstoffdioxid gespart


10. Dezember 2009
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PROJEKT Urkunden und ein Besuch im Rathaus belohnten Jevers Grundschüler
Seit zwei Jahren läuft das Projekt "EnergiesparKids" des Regionalen Umweltzentrums. Jetzt wurden jeversche Schüler ausgezeichnet.

 Auszeichnung Energiesparkids


Jever/Friesland/JU
Licht löschen in Klassenräumen während der Pause, im Unterricht wenigstens den ersten Lichtstrang entlang der Fenster abschalten, sobald die Sonne scheint. Und statt Dauerlüftung bei eingeschalteter Heizung die Fenster zehn Minuten lang ganz öffnen. Oder wer dachte je an all die vielen CD-Player als Stromfresser, wenn sie auf Standby sind.
Das waren nur einige Hinweise, die Wiebke Schönbohm-Wilke entwickelte und über das Regionale Umweltzentrum (RUZ) zusammen mit der pädagogischen Mitarbeiterin Ina Rosemeyer Grundschülern im ganzen Landkreis Friesland vermittelte. Die beiden sprechenden Stofffiguren "Elektra" als Glühbirne und "Thermi" als Heizkörper halfen ihnen dabei.
"Passend zur Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen können die Schulen mit dem RUZ-Projekt Erfolge vorweisen", erklärte Schönbohm-Wilke. So hätten zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid als aktiver Beitrag zum Klimaschutz eingespart werden können. "Allein für das Jahr 2008 entspricht der vermiedene Energieaufwand einem Wald mit 445 Bäumen auf ei-ner Fläche so groß wie ein Fußballfeld", rechnete Schönbohm-Wilke nach.
Die erwirtschafteten Gelder seien bereits auf die Budgetkonten der Schulen überwiesen worden. Seit zwei Jahren läuft das Projekt "EnergiesparKids" beim RUZ. Die Umsetzung sei nicht immer leicht gewe-sen, räumte sie ein. Selbsternannte "Umweltsheriffs" an den Schulen hätten dabei geholfen. Lehrkräften und Hausmeistern sprach sie großes Lob für Engagement und Mithilfe aus.
Mittlerweile entwickelte sie auch Frühstücktipps. "Ohne erhobenen Zeigefinger", betonte sie. So könnte zur Abfallvermeidung statt kleiner einzelner Produkte eine größere Verpackungen gewählt werden. Außerdem rät sie zu regionalen und saisonalen Erzeugnissen zur Reduzierung von Transportkosten.
Lehrerfortbildungen am RUZ haben inzwischen stattgefunden. Drei Frühstückskoffer lägen für Anschauungsunterricht bereit. Mit einer Einladung der Bürgermeisterin Angela Dankwardt in den Ratssaal, Urkunden, Büchern und Spielen rund ums Energiesparen sind jetzt Schüler, samt Lehrkräften und Hausmeistern der jeverschen Grundschulen Harlinger Weg, Cleverns und Paul-Sillus für ihre Energiesparbemühungen belohnt worden.

Vertrag hilft Umweltschule zu werden


8. Dezember 2009
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Cäcilienschule Wilhelmshaven und Regionales Umweltzentrum (RUZ) haben Kooperation besiegelt.
Jetzt soll ein Umweltausschuss gegründet werden. Müll- und Energiekonzepte sind in Arbeit.


 Unterzeichnung des Kooperationsvertrag

Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag starteten gestern die stellvertretende Schulleiterin Gunda Derschewsky, Schulleiter Günter Barkam, Projektleiter Andreas Stückemann, RUZ-Leiter Udo Borkenstein sowie seine pädagogische Mitarbeiterin Ina Rosemeyer (von links) in die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen. Foto: Hinz

Wilhelmshaven/Schortens/CH – Die offizielle Vertragsunterzeichnung fiel mit dem gestrigen Auftakt des Weltklimagipfels in Kopenhagen zusammen – das mochte ein gutes Zeichen für die Kooperation der Wilhelmshavener Cäcilienschule mit dem Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens sein. Schulleiter Günter Barkam und RUZ-Chef Udo Borkenstein besiegelten mit ihren Unterschriften die enge und verbindliche Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen, die auch ohne Vertrag bereits seit einiger Zeit recht erfolgreich läuft.
Vor drei Wochen hat das RUZ 20 Schülerinnen und Schüler zu Umweltmanagern ausgebildet. Und seit die Schule vor einem Jahr beantragt hat, ins Programm „Europäische Umweltschule“ aufgenommen zu werden, begleitet Borkenstein die Cäcilienschule im Auftrag des Kultusministeriums auf diesem Weg – wie zuvor schon viele andere Schulen im Bereich der Landesschulbehörde Osnabrück. Udo Borkenstein ist also in zweifacher Hinsicht der Partner des Wilhelmshavener Gymnasiums in Umweltfragen. Mit dem gestern unterzeichneten Kooperationsvertrag wollen die Partner den Umweltschutzbestrebungen der Schule nachhaltig und verlässlich bis 2013 Substanz verleihen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Europäischen Umweltschule“, wie Udo Borkenstein findet. Er sei optimistisch, dass es mit der Anerkennung als Umweltschule im kommenden Jahr klappt, „bei dem, was Sie allein im ersten Jahr hier in der Schule erreicht und bewegt haben“.
Günter Barkam kündigte an, nun die im Kooperationsvertrag festgeschriebene Selbstverpflichtung zur Gründung eines Umweltausschusses, bestehend aus Lehrern, Schülern und Eltern, umzusetzen. Der Vertrag beinhaltet unter anderem, dass die Angebote des RUZ auf die für die Unterrichtsbereiche geforderten Kompetenzen abgestimmt werden, diese Angebote kann die Cäcilienschule kostenlos wahrnehmen (gilt nicht für alle Wilhelmshavener Schulen, da die Stadt das RUZ in Friesland nicht finanziell fördert). Zudem bietet das RUZ beratende Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Projekten zu umweltbezogenen Themen und zur naturwissenschaftlichen Grundbildung an. Außerdem können Fortbildungen für Lehrerinnen und Leher mit dem RUZ geplant und umgesetzt werden.
Die Cäcilienschule wird laut Vertrag ein Abfallkonzept und ein Konzept zur Ressourceneinsparung einführen, auch das mit Beratung durch das RUZ. Umgesetzt ist bereits die Vertragspassage, nach der die Cäcilienschule die „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ als integralen Bestandteil des Leitbildes der Cäcilienschule aufnimmt.

Laut Udo Borkenstein ist der Kooperationsvertrag auch für das Regionale Umweltzentrum ein Schritt in eine neue Richtung . Man wolle aus der Beliebigkeit heraus und künftig langfristig mit Schulen zusammenarbeiten, mit denen man zuvor Kooperationsverträge abgeschlossen habe. „Das bringt einfach mehr“, so Borkenstein. Das RUZ werde auch in Zukunft für Schulen zur Verfügung stehen, mit denen man solche Verträge nicht habe, aber im Schwerpunkt werde man die Kooperation suchen, um nachhaltig Umweltkompetenz an junge Menschen zu vermitteln.
An der Cäcilienschule sind nun die 20 frischgebackenen Umweltmanager gefordert, die Jahr für Jahr von den Klassen 5 bis 7 gestellt und ausgebildet werden sollen. Ihnen als Vermittler fallen die Aufgaben rund um Müll- und Energiekonzept zu. Geplant ist unter anderem ein Besuch bei der Wertstoffsortierung im Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels und ein Informationsgespräch mit einem Experten über die Heizungsanlage der Schule. Die Kooperationspartner haben noch viel vor. Der Vertrag und die Teilnahme am Projekt Umweltschule wird von Schülern, Lehrern und Eltern der Cäcilienschule getragen – ein langer Prozess der Gespräche auf allen Ebenen ist der Projektanmeldung und er Kooperation mit dem RUZ vorausgegangen.

RUZ bildet Schüler zu Umweltmanagern aus


21. November 2009
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UMWELTBILDUNG RUZ Schortens macht 20 Schüler zu Umweltmanagern

Umweltmanager im RUZ

Licht und Radio aus, Fenster zu, Heizung runter: Johanna, Joost, Mika und Lea-Sophie (v.li.) sind Umweltmanager und wissen, worauf beim Energiesparen zu achten ist. BILD: OLIVER BRAUN

OBN SCHORTENS - In der Küche läuft der Wasserhahn und bollert die Heizung unter dem auf Kipp stehenden Fenster. „So nicht“, protestiert Mika (11), macht erstmal das Fenster zu und erklärt: „Das ist Energieverschwendung.“
Nebenan haben Kinder bei der lehrreichen Öko-Rallye im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens auch schon entdeckt, wo kleine Umwelt- und Energiesünden begangen werden: „Das kommt doch nicht in den Bio-Müll“, entrüstet sich Johanna und fingert eine Plastikfolie zwischen Apfelresten, Kaffeefiltern und Bananenschalen hervor. „Wer hat das Licht auf dem Klo angelassen?“, ruft Torben über den Flur.

Viel Vorwissen vorhanden
Ina Rosemeyer und einige weitere Mitarbeiter vom RUZ haben sich allerhand einfallen lassen, um die 20 Schulkinder der Jahrgänge 5 bis 7 der Cäcilienschule aus Wilhelmshaven zu Umweltmanagern an ihrer Schule zu machen. „Die meisten Kinder sind sehr umweltbewusst und haben schon ein gutes Vorwissen“, lobt RUZ-Leiter Udo Borkenstein.
Doch es gibt noch mehr Dinge zu lernen als das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt oder beim Lüften die Heizung herunterzudrehen, wie es die RUZ-Mannschaft den „Umweltsheriffs“ an den Grundschulen beibringt. Für die höheren Jahrgänge bildet das RUZ nun Umweltmanager aus. „Cool“ findet das Joost, „weil es wichtig ist, dass wir auf unsere Welt besser aufpassen“.
Zusammen mit Andreas Stückemann von der Schulleitung haben die Kinder auch das Klimafrühstück des RUZ kennen gelernt und erfahren, dass Apfel nicht gleich Apfel ist und es einen Unterschied macht, ob man in einen Apfel beißt, der aus regionalen Anbaugebieten stammt oder tausende Kilometer über das Meer angeschippert kommt. Auch saisonale Aspekte, biologischer Anbau und natürlich der Verpackungsmüll kamen zur Sprache.

Kinder als Multiplikatoren
Die Kinder, die jetzt an dem Umweltmanager-Projekt teilgenommen haben, geben ihr Wissen in den Klassen weiter. „Auf diese Weise sind sie als Multiplikatoren tätig“, sagt Udo Borkenstein. Und sicher nicht nur in der Schule: Auch zu Hause wird viel genauer hingeguckt, wo Geräte unnötig im Stand-by-Betrieb laufen oder Zimmer geheizt werden, in denen sich keiner aufhält. Für Joost steht jedenfalls fest: „Man kann sich ja auch mal einen Pullover überziehen.“

Naturwissenschaft baut Brücken


17. November 2009
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Professorin aus Luxemburg referierte über „forschendes Lernen“ / RUZ greift Ideen auf
Umweltzentrum will modulartige Veranstaltungen ab Mitte Februar anbieten


SCHORTENS – „Naturwissenschaftbaut Brücken – Anschlussfähigkeit Naturwissenschaftlicher Bildungsprozesse im Elementar- und Primarbereich“, so lautete das Thema einer Halbtagsveranstaltung für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grundschulen, zu der das Regionale Umweltzentrum Schortens im Auftrag des Brückenjahrteams Wilhelmshaven- Friesland ins Bürgerhaus Schortens eingeladen hatte.
Für das RUZ hieß Leiter Udo Borkenstein besonders die Referentin aus Luxemburg willkommen. Dem schloss sich Renate Windscheid (Grundschule Glarum) für das Brückenjahr-Team an. Sehr anschaulich referierte die an der Uni Luxemburg lehrende Professorin Kerstin Michalik über ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Forschendes Lernen in Kindergarten und Grundschule“.
Nach diesem Vortrag konnten die rund 60 Teilnehmer die Thematik in verschiedenen Arbeitsgruppen vertiefen. So wurden unter anderem „Tauchen und Schwimmen – Physikalische Experimente zum Brückenjahr“, „Prima Klima im Brückenjahr“ und „Mit den Elementen experimentieren“ angeboten.
In einer Abschlussbesprechung wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an derartigen Veranstaltungen in der Region bestehe. Das RUZ greift im nächsten Jahr, unterstützt durch Renate Windscheid und Wolfgang Steinborn vom Brückenjahrteam, gerne diesen Wunsch auf. Es sollen drei modulartige Nachmittagsveranstaltungen ab Mitte Februar angeboten werden, teilte Udo Borkenstein, Leiter des RUZ, mit.
Veranstaltung Brückenjahr
Professorin Dr. Kerstin Michalik (kleines Bild), Uni Luxemburg, informierte die Teilnehmer der Brückenjahr-Veranstaltung.
Umweltschulen wurden ausgezeichnet

Umweltschulen wurden ausgezeichnet


Schortens 2009

Am 28. September 2009 wurden im Bürgerhaus Schortens die Umweltschulen aus dem Raum Weser-Ems ausgezeichnet. Das Grußwort von Kultusministerin Heister-Neumann und Umweltminister Sander überbrachte Dr. Stefan Birkner, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium. Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie unter dem Menüpunkt "Umweltschulen in Europa".


Logo Radio Jade am 29. September 2009: Umweltschulen.mp3
Zweitklässler arbeiteten in der Lernwerkstatt "Müll"

Zweitklässler arbeiteten in der Lernwerkstatt "Müll"


25. September 2009
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Aktionstage im RUZ / Zehn Stationen für Grundschüler

Lernwerkstatt Müll

Bild: An zehn verschienen Stationen nahmen die Zweitklässler der Grundschule Harlinger Weg die Aspekte des Mülls genau unter die Lupe.

JEVER/SCHORTENS – Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens beteiligte sich im Rahmen der UN-Dekade an den bundesweiten Aktionstagen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerufen sind. Im RUZ lief der diesjährige Aktionstag unter dem Titel „Lernwerkstatt Müll“ mit den 2. Klassen der Grundschule Harlinger Weg aus Jever. An zehn Stationen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler vielschichtige Aspekte des Mülls. Von der Müllvermeidung und –sortierung, über die Kreislaufwirtschaft, Mülldeponien, Gefahrenstoffe bis hin zum „Second Hand“ erlebten die Kinder das Thema und seine Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung.

Die Aktionstage, an denen sich rund 400 Projekte und Initiativen in ganz Deutschland beteiligen, machen Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort erlebbar. „Nachhaltigkeit zu lernen, muss in Schule, Ausbildung und Studium selbstverständlich werden. Nur so können künftige Generationen globale Probleme wie den Klimawandel oder ungerechte Verteilung von Ressourcen bewältigen. Die Vielfalt der Veranstaltungen bei den Aktionstagen beweist, dass Nachhaltigkeit im Alltag angekommen ist und Spaß machen kann“, so Prof. Gerhard de Haan, Erziehungswissenschaftler und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Engelbrecht neu im RUZ-Beirat

Engelbrecht neu im RUZ-Beirat


21. August 2009
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RUZ-Beirat
Der RUZ-Beirat mit (von links) Michael Engelbrecht, Doortje Sabin, Dr. Martin Dehrendorf, Vorsitzende Karin Evers-Meyer, Volker Beier, Heinz-Jörg Mellen, Wolfgang Schmitz, Herbert Lahl und Udo Borkenstein. Nicht auf dem Foto Prof. Dr. Wolf-Dieter Scholz, Alwin Schlörmann, Berndt Kriebitzsch und Peter Tischer.

SITZUNG Regionales Umweltzentrum stellte neue Ideen vor

Schortens/fr Die Vorsitzende des Beirates des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Schor-tens, Karin Evers-Meyer, freute sich in der jüngsten Sitzung des Beirates im RUZ Michael Engelbrecht, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Jever, als weiteres Mitglied begrüßen zu dürfen.
Udo Borkenstein, Vorsitzender des Trägervereins und Leiter des RUZ, stellte die jüngsten Projektideen des Umweltzentrums vor. Die Idee, regionale Produkte besser zu vermarkten, nehme so langsam Fahrt an, sagte Borkenstein.
Unter dem Arbeitstitel "Regional ist erste Wahl" soll künftig im pädagogischen Bereich bei Ganztagsschulen für regionale Produkte geworben werden. "Der Apfel muss nicht aus Chile kommen,wenn es gutes Obst im Alten Land oder sogar in der Obstplantage aus Dornumersiel gibt", erklärte Borkenstein. Schafskäse aus Friesland sei nicht schlechter, als der aus Bayern und Kartoffeln aus dem heimischen Sandboden schmeckten auch gut, war einhellige Meinung der Beiratsmitglieder. Somit hat das RUZ die volle Unterstützung des Beirates bei der weiteren Umsetzung.
Zur Sprache kam auch das Klima-Frühstück, dessen Startfinanzierung durch die Firma Nordfrost auf das Beiratsmitglied Herbert Lahl zurück geht. Die ersten Probeläufe haben schon stattgefunden und demnächst findet eine öffentliche Vorstellung statt. Lobende Worte fand die Beiratsvorsitzende Evers-Meyer für die nach wie vor sehr engagierte Arbeit des ganzen RUZ-Teams.
Regionalen Geschmack fördern

Regionalen Geschmack fördern


20. August 2009
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Jeversches Wochenblatt 20. August 2009
Äpfel aus der Region schmecken gut - das will ein RUZ-Projekt verdeutlichen. FOTO: Mehrtens

Umweltzentrum wirbt an Ganztagsschulen für hiesige Produkte

SCHORTENS/M – Muss der Joghurt tatsächlich aus Südtirol ins Kühlregal nach Schortens gefahren werden? Muss es der Apfel aus Chile sein? Bissfeste Jona Gold gibt es auch auf der Obstplantage in Dornumersiel.Schmeckt der Schafskäse aus Sandel anders als der aus Südbayern?
Das Regionale Umweltzentrum will Produkte aus der Region fördern. Unter dem Titel „Regional ist erste Wahl“ wird dieses Vorhaben in den kommenden Monaten zur marktreifen Idee entwickelt. Der Beirat des Umweltzentrums, der gestern tagte und Michael Engelbrecht als neues Mitglied begrüßte, will bei diesem Thema weiter Gas geben. Michael Engelbrecht: „Und wir wollen auch die Milcherzeuger mit ins Boot holen.“
Die RUZ-Idee lehnt sich ein wenig an das Klima-Frühstück an, das in den kommenden Wochen startet. RUZ-Beiratsmitglied Herbert Lahl hatte für diese Idee Nordfrost-Inhaber Horst Bartels begeistern können. So wird es an den Schortenser Grundschulen ein solches Frühstück geben. Das Projekt wird von Wiebke Schönbohm-Wilke betreut. Die Kinder sollen dabei primär den Geschmack von regionalen und lokalen Produkten erfahren. Der Aspekt des lokalen Einkaufs soll später auch auf die Ganztagsschulen mit ihrem Mittagstisch ausgeweitet werden. Derzeit feilt das RUZ Team noch am Sponsoring für diese Idee.
Lehrerausbildung im RUZ

Lehrerausbildung im RUZ

Lehrer lernen zukünftig im RUZ

Lehrer lernen zukünftig im RUZ


10. Juni 2009
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Unterzeichnung des Kooperationsvertrages
Freuen sich auf Zusammenarbeit (stehend v.l.): Ina Rosemeyer, Bernd-Uwe Janssen, Frauke Maschmeyer-Pühl, Karin Feyand, (sitzend) Udo Borkenstein, Elfriede Hannemann

VERTRAG Umweltzentrum und Studienseminar kooperieren
Schortens/HM Wer denkt nicht gerne an seine Schulzeit zurück? Besonders der Sachkundeunterricht weckt lebendige Erinnerungen an Ausflüge in die Natur und Stunden an der frischen Luft. Die Lehramtsstudiengänge im Bereich Naturwissenschaften werden jedoch zunehmend theoretischer.
Um zukünftigen Schülern praxisnahen Sachunterricht zu gewährleisten, müssen Unterrichtskonzepte weiterhin mit Exkursionen in die Natur verknüpft werden. Aus dieser Überlegung haben das Regionale Umweltzentrum Schortens und das Studienseminar Aurich am vergangenen Dienstag einen dreijährigen Kooperationsvertrag geschlossen.
Elfriede Hannemann, Leiterin des Studienseminars in Aurich, unterzeichnete gemeinsam mit dem Leiter des RUZ Schortens, Udo Borkenstein, den zu-nächst bis 2013 laufenden Vertrag. "Zukünftig sollen unsere Lehreranwärter mindestens einmal im Jahr an einer Veranstaltung zur Naturwissenschaftlichen Grundbildung im RUZ teilnehmen", so Hannemann. Im Vordergrund der Zusammenarbeit steht die Ausarbeitung von praxisnahen Unterrichtskonzepten. Die Lehrer in spe sollen durch praktisches Experimentieren neue Lehrmethoden und -inhalte erschließen. Materialien und Medien des RUZ stehen ihnen dabei zur freien Verfügung. Ebenfalls vertraglich festgelegt ist ein im Abstand von zwei Jahren organisiertes offenes Seminar. Die Themen legt das RUZ in enger Absprache mit dem Studienseminar fest. Das diesjährige Seminar trug den Titel "Alle Wege führen zum Wasser." Nicht nur Studenten, sondern auch Lehrer aus der Region, waren eingeladen, die Möglichkeiten des außerschulischen Lernorts RUZ zu entdecken. Der methodisch-didaktische Aspekt stand bei den feuchtfröhlichen Versuchsaufbauten im Vordergrund.
Die Zusammenarbeit sei jedoch keinesfalls einseitig, betont Borkenstein. Auch das RUZ könne von der wissenschaftlichen Untersuchung der Natur-phänomene und von neu entwickelten Unterrichtskonzepten profitieren. Neue Informationen fließen in die Arbeit des Schortenser Umweltzentrums ein und erweitern das bestehende Angebot. Eventuell würden sogar Examensarbeiten über das Umweltzentrum angefertigt.
Der Vertrag zwischen dem RUZ Schortens und dem Studienseminar Aurich ist landesweit einmalig. Keines der weiteren 26 Umweltzentren in Niedersachsen unterhält eine vertraglich geregelte Kooperation mit einer schulnahen Institution. Dies bestätigte Udo Borkenstein dem Kultusministerium.
Er verspricht jedoch: Sobald konkrete Unterichtskonzepte entwickelt werden, stehen diese allen Schulen zur Verfügung. Auch die Lehreranwärter aus dem Studienseminar in Aurich tragen zur Verbreitung der Ergebnisse bei. Schließlich wisse keiner von ihnen schon jetzt, an welcher Schule er einmal unterrichtet. "Damit legen wir Kristiallisationskeime in ganz Deutschland", sagt Borkenstein.

Hier gibt es Bilder vom Seminar "Alle Wege führen zum Wasser":
www.feyand.com/wasserruz9609
Bundesbildungsministerin besuchte das RUZ

Bundesbildungsministerin besuchte das RUZ


Schavan: „Das Regionale Umweltzentrum macht Bildung mit Esprit“
19. Mai 2009

Als wunderbares Beispiel für außerschulische Lernorte bezeichnete Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan das RUZ. Die aus Ulm stammende Politikerin, die mit den beiden friesländischen Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer (SPD) und Hans-Werner Kammer (CDU), den Landtagsabgeordneten Olaf Lies (SPD) und Dr. Uwe Biester (CDU) sowie Vertretern des Schortenser Rates in den Klosterpark kam, zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Umweltbildungseinrichtung: „Einrichtungen wie das RUZ helfen uns, zum Bildungsplan des 21. Jahrhunderts zu kommen“, sagte Schavan.

Die aktuellen RUZ-Projekte, wie z.B. Energie sparen an Grundschulen, Regional ist erste Wahl oder das von der EWE-Stiftung geförderte Projekt Naturwissenschaftliche Grundbildung im Elementar- und Primarbereich überzeugten die Ministerin so sehr, dass sie anbot, als Dank für die tolle Bildungsarbeit das „Haus der Forscher in die Region zu schicken“. Die von der Helmholtz-Gemeinschaft finanzierte Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kitas erlebbar, fördert damit frühkindliche Bildung und leistet zukünftig einen Beitrag zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland.

www.haus-der-kleinen-forscher.de

Bildungsministerin Schavan im RUZ
BILD: Udo Borkenstein informierte die Ministerin über Projekte, die das RUZ anbietet.











Eines dieser langfristig angelegten Vorhaben, das für Grundschulen entwickelte Klimafrühstück, startet zum neuen Schuljahr und wird finanziell von der Nordfrost Unternehmensgruppe mit Sitz in Schortens unterstützt. Britta Heine, Marketingkleiterin und Tochter des geschäftsführenden Alleingesellschafters Horst Bartels, übergab einen Scheck in Höhe von 4000 Euro. Damit sei das erste Jahr gewährleistet, so Projektleiterin Ina Rosemeyer, die sich für die Anschubfinanzierung bedankte und die Inhalte des Projektes kurz vorstellte.

Es gehe vor allem darum, den Kindern den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung zu verdeutlichen. Immerhin entstehen 20% der hiesigen Treibhausgasemissionen bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Wie davon etwas eingespart werden kann erfahren die Kinder beim ausgiebigen Frühstück, indem die verspeisten Produkte nach den Kriterien Regionalität, Abfall, Saisonalität und Anbau bewertet werden. In der anschließenden gemeinsamen Diskussion erkennen sie die Unterschiede zwischen den Lebensmitteln und erfahren anschaulich, wie sich diese auf das weltweite Klima auswirken. So wird ihnen am Beispiel des alltäglichen Frühstücks schnell klar, dass sie auch durch überlegten Konsum einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Bildungsministerin Schavan im RUZ
BILD: Udo Borkenstein, MdB Karin Evers-Meyer, Britta Heine (Nordfrost) und Ina Rosemeyer (v.l.n.r.) bei der Scheckübergabe.










Einen Schwerpunkt bei dem anschließenden Spaziergang durch den Klostergarten bildet die Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen. Die Ministerin informierte sich u.a. über den Fortschritt bei der Umgestaltung hin zum barrierefreien Garten und auch über die Inhalte des Angebotes für die Tagesbildungsstätte Wilhelmshaven, die zu dem Zeitpunkt anwesend war.

Bildungsministerin Schavan im RUZ
BILD: FÖJ-Praktikant Richard Veit (2.v.l.) erklärt Frau Schavan den Versuch.











Frau Schavan zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Umweltbildungseinrichtung und dem interessanten Angebot für die Schülerinnen und Schüler der TBS. Auch Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, war erfreut über die Möglichkeiten, die im Programm Barrierefrei Natur erfahren mit allen Sinnen stecken.
Beim weiteren Rundgang durch den Garten trafen die Gäste dann noch auf die ehrenamtliche Gartenpatin Ute Buchert, die gerne etwas über den Anbau und die Pflege von Mangold berichtete.

Bildungsministerin Schavan im RUZ
BILD: Ute Buchert, Gartenpatin des RUZ, berichtet über ihre Aktivitäten im Garten.
(Fotos von Michael Mehrtens, Jeversches Wochenblatt)











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Ein Interview mit Dr. Annette Schavan im regionalen Rundfunk: Zum download der mp3-Datei bitte den Text anklicken
Autor: Andreas Klose
Erstellt am: 19.05.2009

Kleine Forscher in der Schule


17. Februar 2009
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Kleine Forscher

Horumersiel/eu – Am Montag begann in der Verlässlichen Grundschule Horumersiel eine Projektwoche zum Thema: „Wir experimentieren“. Eltern, Großeltern und Interessierte sind nun zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen, der am kommenden Freitag, 20. Februar, von 10 bis 12 Uhr stattfindet. Die Kinder möchten dann noch einmal einige Experimente vorführen und zum Mitmachen einladen. Zur Stärkung lädt eine Cafeteria mit Kaffee und Tee sowie Kuchen ein. In festen klassenübergreifenden Gruppen beschäftigen sich die sechs- bis zehnjährigen „Chemiker“ und „Physiker“ in dieser Woche an vier Tagen mit Luft, Wasser, Magnetismus und mit den menschlichen Sinnen. An allen Tagen geht es um Kompetenzerweiterung, Teamgeist und selbstständiges Handeln. Versuche sollen zum Denken, Kombinieren und Weiterentwickeln anregen. Alle Kinder waren – zur Freude der Lehrkräfte – von Anfang an mit viel Eifer dabei. Unterstützt wird die Projektwoche vom Regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ), das die „Dienstkleidung“ der kleinen Forscherinnen und Forscher, also Kittel und Schutzbrillen, sowie einige Experimentierkästen zur Verfügung stellte.
15 Jahre Umweltbildung im RUZ Schortens

15 Jahre Umweltbildung im RUZ Schortens

100 000. Gast im Umweltzentrum

100 000. Gast im Umweltzentrum


4. Juli 2008
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RUZ Schortens heißt Jubiläumsbesucher willkommen – 15 Jahre Umweltbildung
DIE BESUCHERZAHLEN IM REGIONALEN UMWELTZENTRUM KLETTERN DEUTLICH. DIE 9 G DES MARIENGYMNASIUMS IN SCHORTENS HATTE DEN JUBILÄUMSSCHÜLER IN IHREN REIHEN.
VON OLIVER BRAUN
SCHORTENS - Beinahe täglich besuchen Schulklassen aus dem ganzen Landkreis Friesland, aus Wittmund und Wilhelmshaven das Regionale Umweltzentrum (RUZ) im Klosterpark Oestringfelde. Sie erforschen die heimische Flora und Fauna, bauen Nistkästen, beobachten Vögel oder Insekten, messen Umweltfaktoren oder machen – wie die Klasse 9 g des Mariengymnasiums in Schortens mit ihrem Biologielehrer Dr. Dirk Hellberg am Donnerstagvormittag – Experimente zur Gewässerökologie.
Doch dieser Besuch der 9 g war ein ganz besonderer: Die Schulklasse brachte den 100 000sten Besucher mit ins Umweltzentrum. „Eigentlich hätten wir für diesen Moment eine Schranke aufstellen und genau abzählen können, wer der Jubiläumsbesucher ist“, sagte RUZ-Leiter Udo Borkenstein. Letztlich sollte aber das Los entscheiden, welcher Schüler in die RUZ-Annalen eingeht. Und das fiel auf Christina Fünfstück aus Schortens. Doch nicht nur sie, sondern die ganze Klasse bekam als kleines Jubiläumspräsent Eintrittskarten für das Freizeitbad „Aqua Toll“.
Wie alle anderen niedersächsischen Umweltbildungszentren führt auch das RUZ Schortens eine Statistik, die jedes Jahr dem Kultusministerium gemeldet wird. So wurde also nicht über den Daumen gepeilt, sondern genau ermittelt, dass unter den Schülern am Donnerstag der 100 000ste Besucher ist. Zählt man die – statistisch allerdings nicht erfassten – Besuche der Kindergärten, der Nachmittags-AG, Ferienpass-Aktionen, Kindergeburtstage, Fortbildungen und Tagungen im RUZ mit hinzu, so liegt die Zahl der RUZ-Besucher tatsächlich sogar noch deutlich höher.
Bei einem kleinen Jubiläumsempfang betonten sowohl Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling wie auch Erster Kreisrat Peter Wehnemann den großen Stellenwert und überregional herausragend guten Ruf des RUZ in Schortens. Mehrfach habe der Kultusminister der Einrichtung einen Besuch abgestattet und ebenfalls mehrfach sei das RUZ für seine Umweltbildungsarbeit ausgezeichnet worden – zuletzt 2007 mit dem Sonderpreis der Hans-Beutz-Stiftung.
Borkenstein erinnerte an die Anfänge des RUZ, das im November 1992 mit der Gründung des Trägervereins begann und im August 1993 in der Eröffnung des Umweltzentrums im Klosterpark mündete. Ob naturwissenschaftliche Grundbildung, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien, Lehrerfortbildungen oder Energiesparprojekte an Grundschulen: „Wir haben mit unseren Aktivitäten und Projekten landesweit Spuren hinterlassen“, sagte der RUZ-Leiter voller Stolz.
Das ist eine Entwicklung, die sich auch in den Zuschüssen niedergeschlagen hat: In den vergangenen zehn Jahren flossen gut 1,5 Millionen Euro ins RUZ. Mehr als 400 000 Euro stammen von der Stadt Schortens und Landkreis Friesland, weitere Gelder aus Stiftungen und EU-Töpfen.