
Juli 2010: Tief Norina hinterlässt Spuren im Klosterpark
Projekt "Energiespar-Kids" erfolgreich
Besucherzahl um 100% gesteigert
12. Februar 2010
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UMWELTZENTRUM RUZ als Bildungseinrichtung gefragt - Neuer Vorstand
Der alte und der neue Vorstand des RUZ (v.l.): Sabine Haltern, Udo Borkenstein, Stefan Antheck, Bernd-Uwe Janssen, Petra Kowarsch und Gerd Peters.
SCHORTENS - Der Trägerverein des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Schortens hat einen zum Teil neu besetzten Vorstand: Sabine Haltern, langjährige Kassenwartin des Vereins, erklärte aus persönlichen Gründen den Rücktritt. Wie berichtet ist Haltern, die auch für die SPD im Kreistag saß, vor einigen Monaten nach Pinneberg verzogen und kann ihre Ämter nicht mehr wahrnehmen.
Auf der Jahreshauptversammlung überraschte Vorsitzender Udo Borkenstein die Anwesenden daher mit im Vorstand erarbeiteten Vorschlägen, die zu folgenden Veränderungen führten: Gerd Peters, bisher stellvertretender Vorsitzender, wurde von den Mitgliedern zum Kassenwart gewählt. Als stellvertretender Vorsitzender ist Bernd-Uwe Janssen neu im Vorstand.
In seinem Jahresbericht ging Udo Borkenstein auf die große Resonanz der Umweltbildungseinrichtung in den vergangenen zwei Jahren hin. So stieg die Zahl der Besucher im RUZ von 2007 bis 2009 um fast 100 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: Innerhalb von zwei Jahren stieg die Besucherzahl von 5980 auf 11 250 Schüler.
Zu den Glanzlichtern des vorigen Jahres gehörte der Besuch der Bundesbildungsministerin Annette Schavan im Mai. Bei dieser Gelegenheit übergab Britta Heine von der Firma Nordfrost dem RUZ einen Scheck in Höhe von 4000 Euro für das „Klimafrühstück“-Projekt (die NWZ berichtete).
Im Juli wurde das sehr erfolgreiche Projekt „Energie sparen an Grundschulen“ von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet und erhielt eine Prämie in Höhe von 1000 Euro, im September fand im Bürgerhaus eine Großveranstaltung mit Vertretern von Schulen aus dem gesamten Weser-Ems Gebiet statt. Dabei zeichnete Staatssekretär Dr. Stefan Birkner vom niedersächsischen Umweltministerium 31 Schulen als Umweltschule in Europa aus.
Auch für das neue Projekt „Regional ist 1. Wahl“ hat das RUZ Unterstützer: So will unter anderem die Volksbank Jever für zwei Jahre Fördergelder in Höhe von 30 000 Euro bereitstellen.
Mit dem Projekt soll eine Optimierung der Schulverpflegung an Ganztagschulen mit Hilfe aller Beteiligten gelingen, erläuterte die pädagogische Leiterin des RUZ, Ina Rosemeyer. Neben gesunder Ernährung spiele vor allem die Auswahl der Lebensmittel eine große Rolle, die künftig stärker die Kriterien „saisonal“ und „regional“ erfüllen sollen. Dazu werden neben den Schulen und ihren Trägern auch regionale Erzeuger und Gastronomie-Unternehmen angesprochen und in Arbeitskreisen zusammengeführt.
Zunächst erstreckt sich das Projekt auf den Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven. Nach Erprobung von Bildungsmodulen für verschiedene Klassen- und Schulstufen und Erstellung einer Servicebroschüre werden die Ergebnisse dann im zweiten Projektjahr für das gesamte Gebiet Weser-Ems und anschließend niedersachsenweit zur Verfügung gestellt.
Trilaterale Projekte
23. Januar 2010
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Trilaterale Projekte anschieben / Ausflug ins Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven
SCHORTENS – Die anlässlich des Stadtgeburtstags in Schortens weilende Bürgermeisterin aus Nagybajom (Ungarn), Józsefné Czeferner, und der Bürgermeister aus Pieszyce (Polen), Miroslaw Obal, besuchten auch das Regionale Umweltzentrum im Klosterpark.
In einem in sehr netter Atmosphäre stattgefundenen Gespräch mit Ina Rosemeyer, Bernd-Uwe Janssen und Udo Borkenstein wurden auch mögliche gemeinsame Aktivitäten angesprochen. Das RUZ-Team versprach zu eruieren, welche EU-Fördermöglichkeiten es zurzeit für trilaterale Projekte gibt.
Im Anschluss an das konstruktive Arbeitstreffen im RUZ fuhr man ins Wattenmeerhaus nach Wilhelmshaven. Bernd-Uwe Janssen erklärte den Gästen, immer über den Umweg der Übersetzung ins Polnische und ins Ungarische, die Besonderheiten des Weltnaturerbes Nationalpark Wattenmeer. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Seglerheim am Nassauhafen klang diese Begegnung dann aus.
Regionale Produkte auch in der Schule
17. Dezember 2009
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Umweltzentrum startet mit Sponsoren eine Ernährungswende / Gute Gründe für gesundes Essen
Stellten gemeinsam das Projekt „Regional ist 1. Wahl“ vor (v.l.): Landrat Sven Ambrosy, Landkreis Friesland; Geschäftsführer Ralf Hinrichs, Molkerei Ammerland eG; geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hermann Mammen, Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland eG; Leiter des RUZ Schortens Udo Borkenstein; Regierungsschuldirektor Volker Beier, Landesschulbehörde Osnabrück; Geschäftsführer Harald Lesch, Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems, und Vorstand Michael Engelbrecht, Volksbank Jever eG.
Schortens/m – Immer mehr Schulkinder haben schlechte Zähne – auch in Friesland. Es mag am Essen liegen. Gestern startete das Regionale Umweltzentrum Schortens (RUZ) mit dem starken Partner der Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbank in Weser-Ems und den Schulträgern ein neues Projekt: „Regional ist erste Wahl“. Die Ganztagsschule ist im Kommen. Die veränderten Lebens- und Arbeitsrhythmen führen dazu, dass Kinder bis zu neun Stunden pro Tag in der Schule verbringen und dort mehrere Mahlzeiten einnehmen. Und die sollen nicht nur aus Müsli-Riegeln, Käseschnitten aus Italien und Äpfeln aus Übersee bestehen. „Eine regional und saisonal ausgerichtete ökologische Schulverpflegung leistet nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Essensqualität, sie bietet gleichzeitig die Chance, Ernährungsbildung und Klimaschutz nachhaltig mit dem Schulalltag zu verknüpfen, so die Gedanken von Ina Rosemeyer und Udo Borkenstein vom Umweltzentrum. Diese Idee wurde nun aufgegriffen, in einer ersten Phase machen fünf Schulen mit, im zweiten Jahr soll der Gedanke „Regional ist erste Wahl“ auf Weser-Ems ausgeweitet werden und im dritten Jahr auf Niedersachsen. In drei Arbeitskreisen wird das Konzept verfeinert. Es geht um Angebote für Schulklassen, Ausflüge zu Betrieben und Fortbildungen von Lehrern und Küchenkräften. Außerdem: Schule hat zwar einen Bildungsauftrag, aber auch eine Erziehungsvariante – dazu gehört auch das Essen. Die Arbeitsgemeinschaft der Raiffeisen- und Volksbanken Weser-Ems und ihre Partner fördern mit 30000 Euro dieses regionale Projekt, das Vielfalt und mehr Biss in die Mensa bringen will.
Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Regional ist 1. Wahl
10 Tonnen Kohlenstoffdioxid gespart
10. Dezember 2009
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PROJEKT Urkunden und ein Besuch im Rathaus belohnten Jevers Grundschüler
Seit zwei Jahren läuft das Projekt "EnergiesparKids" des Regionalen Umweltzentrums. Jetzt wurden jeversche Schüler ausgezeichnet.
Jever/Friesland/JU
Licht löschen in Klassenräumen während der Pause, im Unterricht wenigstens den ersten Lichtstrang entlang der Fenster abschalten, sobald die Sonne scheint. Und statt Dauerlüftung bei eingeschalteter Heizung die Fenster zehn Minuten lang ganz öffnen. Oder wer dachte je an all die vielen CD-Player als Stromfresser, wenn sie auf Standby sind.
Das waren nur einige Hinweise, die Wiebke Schönbohm-Wilke entwickelte und über das Regionale Umweltzentrum (RUZ) zusammen mit der pädagogischen Mitarbeiterin Ina Rosemeyer Grundschülern im ganzen Landkreis Friesland vermittelte. Die beiden sprechenden Stofffiguren "Elektra" als Glühbirne und "Thermi" als Heizkörper halfen ihnen dabei.
"Passend zur Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen können die Schulen mit dem RUZ-Projekt Erfolge vorweisen", erklärte Schönbohm-Wilke. So hätten zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid als aktiver Beitrag zum Klimaschutz eingespart werden können. "Allein für das Jahr 2008 entspricht der vermiedene Energieaufwand einem Wald mit 445 Bäumen auf ei-ner Fläche so groß wie ein Fußballfeld", rechnete Schönbohm-Wilke nach.
Die erwirtschafteten Gelder seien bereits auf die Budgetkonten der Schulen überwiesen worden. Seit zwei Jahren läuft das Projekt "EnergiesparKids" beim RUZ. Die Umsetzung sei nicht immer leicht gewe-sen, räumte sie ein. Selbsternannte "Umweltsheriffs" an den Schulen hätten dabei geholfen. Lehrkräften und Hausmeistern sprach sie großes Lob für Engagement und Mithilfe aus.
Mittlerweile entwickelte sie auch Frühstücktipps. "Ohne erhobenen Zeigefinger", betonte sie. So könnte zur Abfallvermeidung statt kleiner einzelner Produkte eine größere Verpackungen gewählt werden. Außerdem rät sie zu regionalen und saisonalen Erzeugnissen zur Reduzierung von Transportkosten.
Lehrerfortbildungen am RUZ haben inzwischen stattgefunden. Drei Frühstückskoffer lägen für Anschauungsunterricht bereit. Mit einer Einladung der Bürgermeisterin Angela Dankwardt in den Ratssaal, Urkunden, Büchern und Spielen rund ums Energiesparen sind jetzt Schüler, samt Lehrkräften und Hausmeistern der jeverschen Grundschulen Harlinger Weg, Cleverns und Paul-Sillus für ihre Energiesparbemühungen belohnt worden.
Vertrag hilft Umweltschule zu werden
8. Dezember 2009
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Cäcilienschule Wilhelmshaven und Regionales Umweltzentrum (RUZ) haben Kooperation besiegelt.
Jetzt soll ein Umweltausschuss gegründet werden. Müll- und Energiekonzepte sind in Arbeit.
Mit der Unterschrift unter den Kooperationsvertrag starteten gestern die stellvertretende Schulleiterin Gunda Derschewsky, Schulleiter Günter Barkam, Projektleiter Andreas Stückemann, RUZ-Leiter Udo Borkenstein sowie seine pädagogische Mitarbeiterin Ina Rosemeyer (von links) in die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen. Foto: Hinz
Wilhelmshaven/Schortens/CH – Die offizielle Vertragsunterzeichnung fiel mit dem gestrigen Auftakt des Weltklimagipfels in Kopenhagen zusammen – das mochte ein gutes Zeichen für die Kooperation der Wilhelmshavener Cäcilienschule mit dem Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens sein. Schulleiter Günter Barkam und RUZ-Chef Udo Borkenstein besiegelten mit ihren Unterschriften die enge und verbindliche Zusammenarbeit der beiden Bildungseinrichtungen, die auch ohne Vertrag bereits seit einiger Zeit recht erfolgreich läuft.
Vor drei Wochen hat das RUZ 20 Schülerinnen und Schüler zu Umweltmanagern ausgebildet. Und seit die Schule vor einem Jahr beantragt hat, ins Programm „Europäische Umweltschule“ aufgenommen zu werden, begleitet Borkenstein die Cäcilienschule im Auftrag des Kultusministeriums auf diesem Weg – wie zuvor schon viele andere Schulen im Bereich der Landesschulbehörde Osnabrück. Udo Borkenstein ist also in zweifacher Hinsicht der Partner des Wilhelmshavener Gymnasiums in Umweltfragen. Mit dem gestern unterzeichneten Kooperationsvertrag wollen die Partner den Umweltschutzbestrebungen der Schule nachhaltig und verlässlich bis 2013 Substanz verleihen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Europäischen Umweltschule“, wie Udo Borkenstein findet. Er sei optimistisch, dass es mit der Anerkennung als Umweltschule im kommenden Jahr klappt, „bei dem, was Sie allein im ersten Jahr hier in der Schule erreicht und bewegt haben“.
Günter Barkam kündigte an, nun die im Kooperationsvertrag festgeschriebene Selbstverpflichtung zur Gründung eines Umweltausschusses, bestehend aus Lehrern, Schülern und Eltern, umzusetzen. Der Vertrag beinhaltet unter anderem, dass die Angebote des RUZ auf die für die Unterrichtsbereiche geforderten Kompetenzen abgestimmt werden, diese Angebote kann die Cäcilienschule kostenlos wahrnehmen (gilt nicht für alle Wilhelmshavener Schulen, da die Stadt das RUZ in Friesland nicht finanziell fördert). Zudem bietet das RUZ beratende Unterstützung bei der Planung und Realisierung von Projekten zu umweltbezogenen Themen und zur naturwissenschaftlichen Grundbildung an. Außerdem können Fortbildungen für Lehrerinnen und Leher mit dem RUZ geplant und umgesetzt werden.
Die Cäcilienschule wird laut Vertrag ein Abfallkonzept und ein Konzept zur Ressourceneinsparung einführen, auch das mit Beratung durch das RUZ. Umgesetzt ist bereits die Vertragspassage, nach der die Cäcilienschule die „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ als integralen Bestandteil des Leitbildes der Cäcilienschule aufnimmt.
Laut Udo Borkenstein ist der Kooperationsvertrag auch für das Regionale Umweltzentrum ein Schritt in eine neue Richtung . Man wolle aus der Beliebigkeit heraus und künftig langfristig mit Schulen zusammenarbeiten, mit denen man zuvor Kooperationsverträge abgeschlossen habe. „Das bringt einfach mehr“, so Borkenstein. Das RUZ werde auch in Zukunft für Schulen zur Verfügung stehen, mit denen man solche Verträge nicht habe, aber im Schwerpunkt werde man die Kooperation suchen, um nachhaltig Umweltkompetenz an junge Menschen zu vermitteln.
An der Cäcilienschule sind nun die 20 frischgebackenen Umweltmanager gefordert, die Jahr für Jahr von den Klassen 5 bis 7 gestellt und ausgebildet werden sollen. Ihnen als Vermittler fallen die Aufgaben rund um Müll- und Energiekonzept zu. Geplant ist unter anderem ein Besuch bei der Wertstoffsortierung im Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels und ein Informationsgespräch mit einem Experten über die Heizungsanlage der Schule. Die Kooperationspartner haben noch viel vor. Der Vertrag und die Teilnahme am Projekt Umweltschule wird von Schülern, Lehrern und Eltern der Cäcilienschule getragen – ein langer Prozess der Gespräche auf allen Ebenen ist der Projektanmeldung und er Kooperation mit dem RUZ vorausgegangen.
RUZ bildet Schüler zu Umweltmanagern aus
21. November 2009
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UMWELTBILDUNG RUZ Schortens macht 20 Schüler zu Umweltmanagern
Licht und Radio aus, Fenster zu, Heizung runter: Johanna, Joost, Mika und Lea-Sophie (v.li.) sind Umweltmanager und wissen, worauf beim Energiesparen zu achten ist. BILD: OLIVER BRAUN
OBN SCHORTENS - In der Küche läuft der Wasserhahn und bollert die Heizung unter dem auf Kipp stehenden Fenster. „So nicht“, protestiert Mika (11), macht erstmal das Fenster zu und erklärt: „Das ist Energieverschwendung.“
Nebenan haben Kinder bei der lehrreichen Öko-Rallye im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens auch schon entdeckt, wo kleine Umwelt- und Energiesünden begangen werden: „Das kommt doch nicht in den Bio-Müll“, entrüstet sich Johanna und fingert eine Plastikfolie zwischen Apfelresten, Kaffeefiltern und Bananenschalen hervor. „Wer hat das Licht auf dem Klo angelassen?“, ruft Torben über den Flur.
Viel Vorwissen vorhanden
Ina Rosemeyer und einige weitere Mitarbeiter vom RUZ haben sich allerhand einfallen lassen, um die 20 Schulkinder der Jahrgänge 5 bis 7 der Cäcilienschule aus Wilhelmshaven zu Umweltmanagern an ihrer Schule zu machen. „Die meisten Kinder sind sehr umweltbewusst und haben schon ein gutes Vorwissen“, lobt RUZ-Leiter Udo Borkenstein.
Doch es gibt noch mehr Dinge zu lernen als das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt oder beim Lüften die Heizung herunterzudrehen, wie es die RUZ-Mannschaft den „Umweltsheriffs“ an den Grundschulen beibringt. Für die höheren Jahrgänge bildet das RUZ nun Umweltmanager aus. „Cool“ findet das Joost, „weil es wichtig ist, dass wir auf unsere Welt besser aufpassen“.
Zusammen mit Andreas Stückemann von der Schulleitung haben die Kinder auch das Klimafrühstück des RUZ kennen gelernt und erfahren, dass Apfel nicht gleich Apfel ist und es einen Unterschied macht, ob man in einen Apfel beißt, der aus regionalen Anbaugebieten stammt oder tausende Kilometer über das Meer angeschippert kommt. Auch saisonale Aspekte, biologischer Anbau und natürlich der Verpackungsmüll kamen zur Sprache.
Kinder als Multiplikatoren
Die Kinder, die jetzt an dem Umweltmanager-Projekt teilgenommen haben, geben ihr Wissen in den Klassen weiter. „Auf diese Weise sind sie als Multiplikatoren tätig“, sagt Udo Borkenstein. Und sicher nicht nur in der Schule: Auch zu Hause wird viel genauer hingeguckt, wo Geräte unnötig im Stand-by-Betrieb laufen oder Zimmer geheizt werden, in denen sich keiner aufhält. Für Joost steht jedenfalls fest: „Man kann sich ja auch mal einen Pullover überziehen.“
Naturwissenschaft baut Brücken
17. November 2009
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Professorin aus Luxemburg referierte über „forschendes Lernen“ / RUZ greift Ideen auf
Umweltzentrum will modulartige Veranstaltungen ab Mitte Februar anbieten
SCHORTENS – „Naturwissenschaftbaut Brücken – Anschlussfähigkeit Naturwissenschaftlicher Bildungsprozesse im Elementar- und Primarbereich“, so lautete das Thema einer Halbtagsveranstaltung für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grundschulen, zu der das Regionale Umweltzentrum Schortens im Auftrag des Brückenjahrteams Wilhelmshaven- Friesland ins Bürgerhaus Schortens eingeladen hatte.
Für das RUZ hieß Leiter Udo Borkenstein besonders die Referentin aus Luxemburg willkommen. Dem schloss sich Renate Windscheid (Grundschule Glarum) für das Brückenjahr-Team an. Sehr anschaulich referierte die an der Uni Luxemburg lehrende Professorin Kerstin Michalik über ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Forschendes Lernen in Kindergarten und Grundschule“.
Nach diesem Vortrag konnten die rund 60 Teilnehmer die Thematik in verschiedenen Arbeitsgruppen vertiefen. So wurden unter anderem „Tauchen und Schwimmen – Physikalische Experimente zum Brückenjahr“, „Prima Klima im Brückenjahr“ und „Mit den Elementen experimentieren“ angeboten.
In einer Abschlussbesprechung wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an derartigen Veranstaltungen in der Region bestehe. Das RUZ greift im nächsten Jahr, unterstützt durch Renate Windscheid und Wolfgang Steinborn vom Brückenjahrteam, gerne diesen Wunsch auf. Es sollen drei modulartige Nachmittagsveranstaltungen ab Mitte Februar angeboten werden, teilte Udo Borkenstein, Leiter des RUZ, mit.

Professorin Dr. Kerstin Michalik (kleines Bild), Uni Luxemburg, informierte die Teilnehmer der Brückenjahr-Veranstaltung.

Kleine Energiesheriffs knipsen das Licht aus
7. November 2009
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Regionales Umweltzentrum besucht pädagogische Einrichtungen auf Wangerooge / Engere Zusammenarbeit geplant

Petra Walentowitz (v.l.), Matthies Müller und Sarah Neidhardt mit Kindergartenkindern bei Wasserexperimenten. Foto: Kuchenbuch
Wangerooge/PKU - Wo wird in unserem Klassenraum Energie verbraucht? Ist unser CD-Player ein heimlicher Energiefresser? Warum ist Energie überhaupt kostbar? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigten sich in dieser Woche alle Klassen der Grundschule auf Wangerooge. Einen spannenden Einstieg ins Thema boten dabei die Handpuppen Thermi und Elektra, die von den pädagogischen Mitarbeiterinnen des Umweltzentrum Schortens, Wiebke Schönbohm-Wilke und Ina Rosemeyer, zum Leben erweckt wurden. Die sprechende Heizung und ihre Freundin, die wortgewandte Glühbirne Elektra, erzählten den Kindern zunächst Energieverschwendungsgeschichten und halfen dabei, wichtige Regeln für das Energie sparen im Klassenraum zu entwickeln. Ganz begeistert waren die Kinder von der Idee, in Zukunft zwei Energiesheriffs in ihrer Klasse zu etablieren. Der eine Sheriff "Licht" soll beispielsweise darauf achten, dass in der Pause und nach Schulschluss kein Licht mehr in der Klasse brennt. Anna-Lena aus der ersten Klasse, die sich als erste für den wechselnden Dienst meldete, wird auch dafür sorgen, dass immer der Stecker des CD-Players, der sich tatsächlich als heimlicher Stromfresser entpuppte, aus der Steckdose gezogen wird. Der andere Sheriff "Wärme" soll vermeiden, dass in der Heizperiode Fenster oder Türen längere Zeit offen stehen.
Darüber hinaus konnten sich die Kinder noch über unterschiedliche Leuchtmittel informieren. Die Grundschüler waren erstaunt, dass eine Glühbirne aus hundert Prozent Energie nur fünf Prozent Licht und 95 Prozent Wärme herstellt. "Die ist ja richtig heiß", meinte Reemt, der einmal fühlen durfte und nun gut verstehen konnte, das die Glühbirnen in Deutschland schrittweise vom Markt genommen werden. Neben Energiesparbuttons erhielten die Kinder auch Poster für ihren Klassenraum.
Die beiden dritten und vierten Klassen der Grundschule nahmen im Rahmen einer Doppelstunde an einem Klimafrühstück des Umweltzentrums teil. Bei dieser Gelegenheit lernten die Kinder den Zusammenhang zwischen Klima, Treibhauseffekt und Ernährung kennen. Sie erfuhren, dass rein statistisch 20 Prozent der zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid, die jährlich auf das Konto eines jeden Deutschen gehen, alleine für die Herstellung (Lagerung, Transport etc.) von Nahrungsmitteln aufgewendet werden. Bei dem sinnlichen Klimafrühstück, das vom Spar-Laden auf Wangerooge angeliefert worden war, hatten die Kinder immer die Möglichkeit, zwischen zwei Produkten auszuwählen. Beispielsweise konnten sie entweder die Butter aus Ostfriesland oder die Butter aus Irland auf ihr Brötchen streichen. Nach dem leckeren Essen wurden die Produkte nach den Kriterien Regionalität und Anbauzeit, Abfallmengen und Anbauart (biologisch oder konventionell) ausgewertet. Den Kindern, die auf einer großen Weltkarte die Transportwege nachvollziehen konnten, war schnell klar, dass es viel weniger Energie kostet, einen Apfel aus dem Alten Land als eine chinesische Birne nach Wangerooge zu transportieren.
Die Kollegien der Grundschule und des Kindergartens nutzten die Möglichkeit, sich über die Arbeit des RUZ ausgiebig zu informieren. Insbesondere die Idee, naturwissenschaftliche Experimente als Chance der Gestaltung des Übergangs zwischen Kindergarten und Grundschule im Rahmen des Brückenjahres stärker in den Fokus zu rücken, stieß auf großes Interesse. Anhand von spannenden Experimenten, die bereits am Vormittag im Kindergarten unter Anleitung von Petra Walentowitz von den ganz Kleinen ausprobiert wurden, konnten die Pädagogen aus kindlicher Sicht die Elemente Luft, Wasser und Erde erforschen. Es wurde u.a. über gemeinsame Projekttage nachgedacht, an denen die Grundschulkinder mit den Vorschulkindern experimentieren.
Auch die Lehrkräfte der Inselschule zeigten großes Interesse an den Angeboten des RUZ. In einem intensiven Gedankenaustausch wurde gemeinsam überlegt, wie eine weitere Zusammenarbeit gestaltet werden könnte. Denkbar ist u.a eine engere Kooperation bzw. Partnerschaft. Der mehrtätige Inselaufenthalt wurde u.a. finanziert durch den Elternverein der Grundschule Wangerooge, die Firma Brune Mettcker, die Volksbank Jever und das Hotel Villa im Park.

Umweltschulen wurden ausgezeichnet

Am 28. September 2009 wurden im Bürgerhaus Schortens die Umweltschulen aus dem Raum Weser-Ems ausgezeichnet. Das Grußwort von Kultusministerin Heister-Neumann und Umweltminister Sander überbrachte Dr. Stefan Birkner, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium. Bilder von dieser Veranstaltung finden Sie unter dem Menüpunkt "Umweltschulen in Europa".
am 29. September 2009: Umweltschulen.mp3

Zweitklässler arbeiteten in der Lernwerkstatt "Müll"
25. September 2009
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Aktionstage im RUZ / Zehn Stationen für Grundschüler

Bild: An zehn verschienen Stationen nahmen die Zweitklässler der Grundschule Harlinger Weg die Aspekte des Mülls genau unter die Lupe.
JEVER/SCHORTENS – Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens beteiligte sich im Rahmen der UN-Dekade an den bundesweiten Aktionstagen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgerufen sind. Im RUZ lief der diesjährige Aktionstag unter dem Titel „Lernwerkstatt Müll“ mit den 2. Klassen der Grundschule Harlinger Weg aus Jever. An zehn Stationen bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler vielschichtige Aspekte des Mülls. Von der Müllvermeidung und –sortierung, über die Kreislaufwirtschaft, Mülldeponien, Gefahrenstoffe bis hin zum „Second Hand“ erlebten die Kinder das Thema und seine Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung.
Die Aktionstage, an denen sich rund 400 Projekte und Initiativen in ganz Deutschland beteiligen, machen Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort erlebbar. „Nachhaltigkeit zu lernen, muss in Schule, Ausbildung und Studium selbstverständlich werden. Nur so können künftige Generationen globale Probleme wie den Klimawandel oder ungerechte Verteilung von Ressourcen bewältigen. Die Vielfalt der Veranstaltungen bei den Aktionstagen beweist, dass Nachhaltigkeit im Alltag angekommen ist und Spaß machen kann“, so Prof. Gerhard de Haan, Erziehungswissenschaftler und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Vor dem Studium in den Umweltschutz
17. September 2009
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UMWELTZENTRUM Matthies Müller und Sarah Neidhardt arbeiten im RUZ

Der Natur auf der Spur: Matthies Müller und Sarah Neidhardt absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. BILD: O. BRAUN
OBN
SCHORTENS - Das Abitur und sogar eine erste Ausbildung in der Tasche, die Berufs- und Studienwünsche schon klar umrissen: Dennoch oder gerade deshalb legen Matthies Müller aus Wittmund und Sarah Neidhardt aus Wilhelmshaven ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) ein. Und das absolvieren die beiden 20 und 22 Jahre jungen Leute seit kurzem im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens.
„Das Freiwillige Ökologische Jahr soll bei meiner beruflichen Orientierung helfen“, sagt Matthies (20). Langfristig will er Entwicklungshilfe in Dritte-Welt-Ländern leisten, vorher allerdings eine Tischler-Lehre machen und anschließend Forstwissenschaften studieren. Für das FÖJ im Umweltzentrum hat er sich entschieden, „um mein Wissen über Ökosysteme zu vertiefen“, sagt Matthies. Zudem kann er dort durch Bildung und Aufklärung bereits viel für die Umwelt zu tun.
Sarah Neidhardt hat vor zwei Jahren an der IGS Wilhelmshaven Abitur gemacht, mittlerweile eine Ausbildung zur Gärtnerin abgeschlossen. Das FÖJ im RUZ will sie nutzen, um sich über ihre berufliche Zukunft klar zu werden: „Ich möchte entweder Landschaftsarchitektur studieren oder vielleicht auch in den Berufsschulzweig gehen – ich hoffe, das Jahr hier im RUZ weist mir den Weg“, sagt die 22-Jährige.
Als neue RUZ-Mitarbeiter kümmern sich Matthies und Sarah um die Kindergeburtstagsfeste in der Umweltbildungseinrichtung, erledigen Büroarbeiten, pflegen den Klostergarten, planen Kinder- und Jugendprojekte und betreuen die AGs der Schulen, die das RUZ regelmäßig besuchen.
In Niedersachen gibt es das FÖJ seit 1987. Landesweit gibt es zurzeit 175 FÖJ-Plätze, weitere Stellen werden auch ins Ausland vermittelt. Vergütet wird die Arbeit mit einem Taschengeld, Verpflegungs- und Unterbringungszuschuss. Das FÖJ wird bei der Studienplatz Vergabe als Wartezeit anerkannt. Kontakte zu FÖJ-Stellen gibt es über die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz-NNA/Außenstelle Hildesheim, Am Flugplatz 16 in 31137 Hildesheim.

Engelbrecht neu im RUZ-Beirat
21. August 2009
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Der RUZ-Beirat mit (von links) Michael Engelbrecht, Doortje Sabin, Dr. Martin Dehrendorf, Vorsitzende Karin Evers-Meyer, Volker Beier, Heinz-Jörg Mellen, Wolfgang Schmitz, Herbert Lahl und Udo Borkenstein. Nicht auf dem Foto Prof. Dr. Wolf-Dieter Scholz, Alwin Schlörmann, Berndt Kriebitzsch und Peter Tischer.
SITZUNG Regionales Umweltzentrum stellte neue Ideen vor
Schortens/fr Die Vorsitzende des Beirates des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Schor-tens, Karin Evers-Meyer, freute sich in der jüngsten Sitzung des Beirates im RUZ Michael Engelbrecht, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Jever, als weiteres Mitglied begrüßen zu dürfen.
Udo Borkenstein, Vorsitzender des Trägervereins und Leiter des RUZ, stellte die jüngsten Projektideen des Umweltzentrums vor. Die Idee, regionale Produkte besser zu vermarkten, nehme so langsam Fahrt an, sagte Borkenstein.
Unter dem Arbeitstitel "Regional ist erste Wahl" soll künftig im pädagogischen Bereich bei Ganztagsschulen für regionale Produkte geworben werden. "Der Apfel muss nicht aus Chile kommen,wenn es gutes Obst im Alten Land oder sogar in der Obstplantage aus Dornumersiel gibt", erklärte Borkenstein. Schafskäse aus Friesland sei nicht schlechter, als der aus Bayern und Kartoffeln aus dem heimischen Sandboden schmeckten auch gut, war einhellige Meinung der Beiratsmitglieder. Somit hat das RUZ die volle Unterstützung des Beirates bei der weiteren Umsetzung.
Zur Sprache kam auch das Klima-Frühstück, dessen Startfinanzierung durch die Firma Nordfrost auf das Beiratsmitglied Herbert Lahl zurück geht. Die ersten Probeläufe haben schon stattgefunden und demnächst findet eine öffentliche Vorstellung statt. Lobende Worte fand die Beiratsvorsitzende Evers-Meyer für die nach wie vor sehr engagierte Arbeit des ganzen RUZ-Teams.

Regionalen Geschmack fördern
20. August 2009
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Äpfel aus der Region schmecken gut - das will ein RUZ-Projekt verdeutlichen. FOTO: Mehrtens
Umweltzentrum wirbt an Ganztagsschulen für hiesige Produkte
SCHORTENS/M – Muss der Joghurt tatsächlich aus Südtirol ins Kühlregal nach Schortens gefahren werden? Muss es der Apfel aus Chile sein? Bissfeste Jona Gold gibt es auch auf der Obstplantage in Dornumersiel.Schmeckt der Schafskäse aus Sandel anders als der aus Südbayern?
Das Regionale Umweltzentrum will Produkte aus der Region fördern. Unter dem Titel „Regional ist erste Wahl“ wird dieses Vorhaben in den kommenden Monaten zur marktreifen Idee entwickelt. Der Beirat des Umweltzentrums, der gestern tagte und Michael Engelbrecht als neues Mitglied begrüßte, will bei diesem Thema weiter Gas geben. Michael Engelbrecht: „Und wir wollen auch die Milcherzeuger mit ins Boot holen.“
Die RUZ-Idee lehnt sich ein wenig an das Klima-Frühstück an, das in den kommenden Wochen startet. RUZ-Beiratsmitglied Herbert Lahl hatte für diese Idee Nordfrost-Inhaber Horst Bartels begeistern können. So wird es an den Schortenser Grundschulen ein solches Frühstück geben. Das Projekt wird von Wiebke Schönbohm-Wilke betreut. Die Kinder sollen dabei primär den Geschmack von regionalen und lokalen Produkten erfahren. Der Aspekt des lokalen Einkaufs soll später auch auf die Ganztagsschulen mit ihrem Mittagstisch ausgeweitet werden. Derzeit feilt das RUZ Team noch am Sponsoring für diese Idee.

Neue FÖJler im RUZ

Lehrerausbildung im RUZ

GEO-Tag der Artenvielfalt

Lehrer lernen zukünftig im RUZ
10. Juni 2009
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Freuen sich auf Zusammenarbeit (stehend v.l.): Ina Rosemeyer, Bernd-Uwe Janssen, Frauke Maschmeyer-Pühl, Karin Feyand, (sitzend) Udo Borkenstein, Elfriede Hannemann
VERTRAG Umweltzentrum und Studienseminar kooperieren
Schortens/HM Wer denkt nicht gerne an seine Schulzeit zurück? Besonders der Sachkundeunterricht weckt lebendige Erinnerungen an Ausflüge in die Natur und Stunden an der frischen Luft. Die Lehramtsstudiengänge im Bereich Naturwissenschaften werden jedoch zunehmend theoretischer.
Um zukünftigen Schülern praxisnahen Sachunterricht zu gewährleisten, müssen Unterrichtskonzepte weiterhin mit Exkursionen in die Natur verknüpft werden. Aus dieser Überlegung haben das Regionale Umweltzentrum Schortens und das Studienseminar Aurich am vergangenen Dienstag einen dreijährigen Kooperationsvertrag geschlossen.
Elfriede Hannemann, Leiterin des Studienseminars in Aurich, unterzeichnete gemeinsam mit dem Leiter des RUZ Schortens, Udo Borkenstein, den zu-nächst bis 2013 laufenden Vertrag. "Zukünftig sollen unsere Lehreranwärter mindestens einmal im Jahr an einer Veranstaltung zur Naturwissenschaftlichen Grundbildung im RUZ teilnehmen", so Hannemann. Im Vordergrund der Zusammenarbeit steht die Ausarbeitung von praxisnahen Unterrichtskonzepten. Die Lehrer in spe sollen durch praktisches Experimentieren neue Lehrmethoden und -inhalte erschließen. Materialien und Medien des RUZ stehen ihnen dabei zur freien Verfügung. Ebenfalls vertraglich festgelegt ist ein im Abstand von zwei Jahren organisiertes offenes Seminar. Die Themen legt das RUZ in enger Absprache mit dem Studienseminar fest. Das diesjährige Seminar trug den Titel "Alle Wege führen zum Wasser." Nicht nur Studenten, sondern auch Lehrer aus der Region, waren eingeladen, die Möglichkeiten des außerschulischen Lernorts RUZ zu entdecken. Der methodisch-didaktische Aspekt stand bei den feuchtfröhlichen Versuchsaufbauten im Vordergrund.
Die Zusammenarbeit sei jedoch keinesfalls einseitig, betont Borkenstein. Auch das RUZ könne von der wissenschaftlichen Untersuchung der Natur-phänomene und von neu entwickelten Unterrichtskonzepten profitieren. Neue Informationen fließen in die Arbeit des Schortenser Umweltzentrums ein und erweitern das bestehende Angebot. Eventuell würden sogar Examensarbeiten über das Umweltzentrum angefertigt.
Der Vertrag zwischen dem RUZ Schortens und dem Studienseminar Aurich ist landesweit einmalig. Keines der weiteren 26 Umweltzentren in Niedersachsen unterhält eine vertraglich geregelte Kooperation mit einer schulnahen Institution. Dies bestätigte Udo Borkenstein dem Kultusministerium.
Er verspricht jedoch: Sobald konkrete Unterichtskonzepte entwickelt werden, stehen diese allen Schulen zur Verfügung. Auch die Lehreranwärter aus dem Studienseminar in Aurich tragen zur Verbreitung der Ergebnisse bei. Schließlich wisse keiner von ihnen schon jetzt, an welcher Schule er einmal unterrichtet. "Damit legen wir Kristiallisationskeime in ganz Deutschland", sagt Borkenstein.
Hier gibt es Bilder vom Seminar "Alle Wege führen zum Wasser":
www.feyand.com/wasserruz9609

Bundesbildungsministerin besuchte das RUZ
Schavan: „Das Regionale Umweltzentrum macht Bildung mit Esprit“
19. Mai 2009
Als wunderbares Beispiel für außerschulische Lernorte bezeichnete Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan das RUZ. Die aus Ulm stammende Politikerin, die mit den beiden friesländischen Bundestagsabgeordneten Karin Evers-Meyer (SPD) und Hans-Werner Kammer (CDU), den Landtagsabgeordneten Olaf Lies (SPD) und Dr. Uwe Biester (CDU) sowie Vertretern des Schortenser Rates in den Klosterpark kam, zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Umweltbildungseinrichtung: „Einrichtungen wie das RUZ helfen uns, zum Bildungsplan des 21. Jahrhunderts zu kommen“, sagte Schavan.
Die aktuellen RUZ-Projekte, wie z.B. Energie sparen an Grundschulen, Regional ist erste Wahl oder das von der EWE-Stiftung geförderte Projekt Naturwissenschaftliche Grundbildung im Elementar- und Primarbereich überzeugten die Ministerin so sehr, dass sie anbot, als Dank für die tolle Bildungsarbeit das „Haus der Forscher in die Region zu schicken“. Die von der Helmholtz-Gemeinschaft finanzierte Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kitas erlebbar, fördert damit frühkindliche Bildung und leistet zukünftig einen Beitrag zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland.
www.haus-der-kleinen-forscher.de

BILD: Udo Borkenstein informierte die Ministerin über Projekte, die das RUZ anbietet.
Eines dieser langfristig angelegten Vorhaben, das für Grundschulen entwickelte Klimafrühstück, startet zum neuen Schuljahr und wird finanziell von der Nordfrost Unternehmensgruppe mit Sitz in Schortens unterstützt. Britta Heine, Marketingkleiterin und Tochter des geschäftsführenden Alleingesellschafters Horst Bartels, übergab einen Scheck in Höhe von 4000 Euro. Damit sei das erste Jahr gewährleistet, so Projektleiterin Ina Rosemeyer, die sich für die Anschubfinanzierung bedankte und die Inhalte des Projektes kurz vorstellte.
Es gehe vor allem darum, den Kindern den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung zu verdeutlichen. Immerhin entstehen 20% der hiesigen Treibhausgasemissionen bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Wie davon etwas eingespart werden kann erfahren die Kinder beim ausgiebigen Frühstück, indem die verspeisten Produkte nach den Kriterien Regionalität, Abfall, Saisonalität und Anbau bewertet werden. In der anschließenden gemeinsamen Diskussion erkennen sie die Unterschiede zwischen den Lebensmitteln und erfahren anschaulich, wie sich diese auf das weltweite Klima auswirken. So wird ihnen am Beispiel des alltäglichen Frühstücks schnell klar, dass sie auch durch überlegten Konsum einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

BILD: Udo Borkenstein, MdB Karin Evers-Meyer, Britta Heine (Nordfrost) und Ina Rosemeyer (v.l.n.r.) bei der Scheckübergabe.
Einen Schwerpunkt bei dem anschließenden Spaziergang durch den Klostergarten bildet die Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen. Die Ministerin informierte sich u.a. über den Fortschritt bei der Umgestaltung hin zum barrierefreien Garten und auch über die Inhalte des Angebotes für die Tagesbildungsstätte Wilhelmshaven, die zu dem Zeitpunkt anwesend war.

BILD: FÖJ-Praktikant Richard Veit (2.v.l.) erklärt Frau Schavan den Versuch.
Frau Schavan zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Umweltbildungseinrichtung und dem interessanten Angebot für die Schülerinnen und Schüler der TBS. Auch Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, war erfreut über die Möglichkeiten, die im Programm Barrierefrei Natur erfahren mit allen Sinnen stecken.
Beim weiteren Rundgang durch den Garten trafen die Gäste dann noch auf die ehrenamtliche Gartenpatin Ute Buchert, die gerne etwas über den Anbau und die Pflege von Mangold berichtete.

BILD: Ute Buchert, Gartenpatin des RUZ, berichtet über ihre Aktivitäten im Garten.
(Fotos von Michael Mehrtens, Jeversches Wochenblatt)
www.radiojade.de
Ein Interview mit Dr. Annette Schavan im regionalen Rundfunk: Zum download der mp3-Datei bitte den Text anklicken
Autor: Andreas Klose
Erstellt am: 19.05.2009

RUZ startet mit neuen Ideen ins Jahr 2009
19. Februar 2009
www.nwzonline.de
UMWELTBILDUNG
RUZ Schortens mit vielen neuen Ideen – Mehr als 10 000 Teilnehmer im Jahr 2008

Haben viel erreicht und noch viel vor: Sabine Haltern, Petra Kowarsch, Udo Borkenstein, Ina Rosemeyer, Gerd Peters und Stefan Anthek vom RUZ-Vorstand. Bild: Oliver Braun
MEHR ANGEBOTE, MEHR TEILNEHMER UND VIELE PLÄNE
VON OLIVER BRAUN
SCHORTENS - Es war das Jahr der kleineren und größeren Jubiläen für das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens: 15-jähriges Bestehen, die 100 000. Schülerin zu Besuch im RUZ und die Zahl der Teilnehmer während eines Jahres über die Marke von 10 000 geschraubt – ein Plus von bemerkenswerten 70 Prozent. Viele Gründe also, die Udo Borkenstein als Vorsitzender des Trägervereins mit einem stolzen Lächeln auf das vergangene Jahr zurückblicken ließen.
Etliche Öko-Projekte zu Themen wie Müllvermeidung und Energiesparen an Schulen oder auch die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und Fortbildungsprogrammen zur naturwissenschaftlichen Grundbildung wurden umgesetzt, der barrierefreie Naturerlebnisgarten eröffnet und neue „Umwelt aktiv“-Themen kreiert, damit kleine Forscher den Zusammenhängen der Natur auf die Spur kommen können.
Die Anzahl der Gruppen, die das RUZ besucht haben, stieg abermals: Und zwar um fast 40 Prozent auf 472 Gruppen. „Dabei haben sich die halbtägigen Veranstaltungen von 306 auf 461 erhöht“, berichtete Borkenstein. Die Ganztagsveranstaltungen gingen aber von 35 auf 11 zurück.
Das RUZ und sein Trägerverein haben viel erreicht, aber auch noch viel vor: So stehen 2009 die Entwicklung von Projekten mit Titeln wie „Klimafrühstück“, „Entdeckertouren in Friesland“ und „Regional ist 1. Wahl“ auf der Agenda. In Vorbereitung ist auch ein neues naturwissenschaftliches Projekt für die Ausbildung von Lehrkräften. Das RUZ arbeitet dafür mit dem Staatlichen Studienseminar in Aurich zusammen.
Neu in der RUZ-Mannschaft ist Ina Rosemeyer, die unter dem Slogan „Weniger Konsum, mehr Aktion“ Projekte zur „Zukunftsaufgabe Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ anschieben will. Dabei geht es u. a. um Mobilitätserziehung, um lokale und globale Zusammenhänge, um soziales Lernen, um Gestaltungskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Projekte, die nicht allein im RUZ umgesetzt werden können. Aber zwei Schulen haben laut Borkenstein bereits Interesse angemeldet.
Kleine Forscher in der Schule
17. Februar 2009
www.jeversches-wochenblatt.de

Horumersiel/eu – Am Montag begann in der Verlässlichen Grundschule Horumersiel eine Projektwoche zum Thema: „Wir experimentieren“. Eltern, Großeltern und Interessierte sind nun zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen, der am kommenden Freitag, 20. Februar, von 10 bis 12 Uhr stattfindet. Die Kinder möchten dann noch einmal einige Experimente vorführen und zum Mitmachen einladen. Zur Stärkung lädt eine Cafeteria mit Kaffee und Tee sowie Kuchen ein. In festen klassenübergreifenden Gruppen beschäftigen sich die sechs- bis zehnjährigen „Chemiker“ und „Physiker“ in dieser Woche an vier Tagen mit Luft, Wasser, Magnetismus und mit den menschlichen Sinnen. An allen Tagen geht es um Kompetenzerweiterung, Teamgeist und selbstständiges Handeln. Versuche sollen zum Denken, Kombinieren und Weiterentwickeln anregen. Alle Kinder waren – zur Freude der Lehrkräfte – von Anfang an mit viel Eifer dabei. Unterstützt wird die Projektwoche vom Regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ), das die „Dienstkleidung“ der kleinen Forscherinnen und Forscher, also Kittel und Schutzbrillen, sowie einige Experimentierkästen zur Verfügung stellte.
Eine Jeans reist mit schwerem Gepäck
27. März 2009
www.jeversches-wochenblatt.de
Das beliebte Kleidungsstück belastet die Umwelt, stellten Tettenser Grundschüler fest

Tettens/sal – Eine Jeans ist ein Kleidungsstück, das mit Respekt behandelt werden sollte, denn ihr ökologischer Rucksack ist schwer. Bis sie im Laden liegt, hat sie im Schnitt bereits 60000 Kilometer zurückgelegt, 8000 Liter Wasser verbraucht und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln nötig gemacht, gar nicht zu reden von den Abgasen der Transportfahrzeuge. Das fanden Mädchen und Jungen der Grundschule Tettens während der Projektwoche heraus, die gestern mit einer tollen Präsentation und vielen interessierten Besuchern zu Ende ging. „Alles hängt zusammen – unsere Umwelt ist uns wichtig“ lautete das Thema des Projektunterrichts.
In klassenübergreifenden Gruppen arbeiteten Schüler und Lehrer an fünf verschiedenen Themen. Unterstützung erhielten sie dabei von Mitarbeitern des Regionalen Umweltzentrums und vom Insektenbeauftragten des Landkreises.
Beim „Klimafrühstück“ stellten die Kinder fest, dass viele Lebensmittel eine weite – umweltbelastende – Reise hinter sich haben, bis sie auf dem Tisch stehen. Gemeinsam mit dem RUZ-Team machten sich die „Energieexperten“ auf die Suche nach den Stromfressern in der Schule und entwickelten Lösungen, sie zu beseitigen. So sind zum Beispiel die Lichtschalter in der Schule bezeichnet worden, um unnötiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden.
Eine weitere Gruppe baute für den naturnahen Schulhof ein Insektenhotel. Und schließlich wurde passend zum Projektthema auch noch ein kleines Theaterstück mit dem Titel „Freunde der Erde“ eingeübt, das die Kinder gestern in der voll besetzten Aula aufführten. Und die Schülerinnen und Schüler, die mit der Jeans auf die Reise vom Baumwollfeld bis in den Laden gegangenen waren, zeigten gestern, was für schöne Taschen sich noch aus alten Jeans nähen lassen und dass die zu klein gewordene Jeans durchaus an das jüngere Geschwisterkind weitergeben werden darf, weil es gut für die Umwelt ist.
„Die Kinder haben viel Spaß am Projektunterricht gehabt, einige hätten am liebsten in den Ferien weitergemacht“, sagte Schulleiterin Katrin Thiesen. Die Arbeit sei sehr schön und intensiv gewesen, „und die Gruppen haben heute tolle Ergebnisse gezeigt“, lobte sie.

15 Jahre Umweltbildung im RUZ Schortens

Indianerspiele und Öko-Projekte
16. August 2008
www.nwzonline.de
UMWELT Zwei Abiturienten absolvieren ökologisches Jahr im Umweltzentrum
Hatten schnell den Bogen raus: Schon in ihrer ersten Woche ihres ökologischen Jahres gestalteten die beiden Abiturienten Kristin Wehr und Richard Veit die Ferienpassaktion über das Leben der Indianer .
BILD: ATTO IDE
KRISTIN WEHR STAMMT AUS GÖTTINGEN, RICHARD VEIT AUS DER NÄHE VON JENA: IHRE ZEIT IN SCHORTENS WOLLEN SIE AUCH ZUR ORIENTIERUNG NUTZEN.
VON ATTO IDE
SCHORTENS - Kaum in Schortens angekommen sind sie schon unter die Indianer gefallen. Souverän meistern die beiden Abiturienten Kristin Wehr aus Göttingen und Richard Veit aus der Nähe von Jena diese Herausforderung. Mit den Ferienpass-Indianern haben sie Kopfschmuck, Pfeil und Bogen und indianische Traumfänger gebastelt und zeigen ihnen, wie man damit umgeht und erzählen ihnen von der Kultur der Indianer.
Beide sind seit einigen Tagen im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens beschäftigt. Bis zum 31. Juli 2009 werden sie hier ihr freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren. Viele neue Eindrücke stürmen auf die zwei Abiturienten ein. Neben ihren täglichen Aufgaben für das RUZ müssen sich beide auch in Friesland orientieren.
„Von der Gegend habe ich bislang nur die Strände gesehen. Da ich in der Freizeit Kite-Surfen betreibe, ist Friesland natürlich ideal für mich“, beschreibt Richard Veit seine ersten Eindrücke.
Auch auf die Arbeit im RUZ sind beide gespannt. Zunächst werden sie einen Rundweg durch den Upjeverschen Forst, der in die Jahre gekommen ist, wieder herstellen. Auch die Rallye durch den Klosterpark muss überarbeitet werden.
Zudem werden sich beide ein ökologisches Projekt nach eigener Wahl suchen, das sie im Laufe ihres Jahres bearbeiten und quasi als Resultat ihrer Arbeit dem RUZ zurücklassen werden. Natürlich gehört auch ganz profane Gartenarbeit rund ums Umweltzentrum zu ihren Aufgaben.
Kristin Wehr und Richard Veit wollen dieses Jahr zwischen Abiturstress und Beginn des Studium nutzen, um einmal etwas ganz anderes zu tun und auch sicherer zu werden, welches Studium das richtige ist.
Für Richard Veit steht die Richtung schon fest: „Das wird wohl in Richtung Landwirtschaft oder Forstwirtschaft gehen.“ Kristin Wehr möchte sich noch nicht so deutlich festlegen. Politik, aber auch Agrarwissenschaften kann sie sich vorstellen.
Bis zur endgültigen Entscheidung haben beide jetzt noch einige Zeit gewonnen, die sie hier im RUZ sinnvoll nutzen können, um neue und ganz andere Erfahrungen zu sammeln.

100 000. Gast im Umweltzentrum
4. Juli 2008
www.nwzonline.de
RUZ Schortens heißt Jubiläumsbesucher willkommen – 15 Jahre Umweltbildung
DIE BESUCHERZAHLEN IM REGIONALEN UMWELTZENTRUM KLETTERN DEUTLICH. DIE 9 G DES MARIENGYMNASIUMS IN SCHORTENS HATTE DEN JUBILÄUMSSCHÜLER IN IHREN REIHEN.
VON OLIVER BRAUN
SCHORTENS - Beinahe täglich besuchen Schulklassen aus dem ganzen Landkreis Friesland, aus Wittmund und Wilhelmshaven das Regionale Umweltzentrum (RUZ) im Klosterpark Oestringfelde. Sie erforschen die heimische Flora und Fauna, bauen Nistkästen, beobachten Vögel oder Insekten, messen Umweltfaktoren oder machen – wie die Klasse 9 g des Mariengymnasiums in Schortens mit ihrem Biologielehrer Dr. Dirk Hellberg am Donnerstagvormittag – Experimente zur Gewässerökologie.
Doch dieser Besuch der 9 g war ein ganz besonderer: Die Schulklasse brachte den 100 000sten Besucher mit ins Umweltzentrum. „Eigentlich hätten wir für diesen Moment eine Schranke aufstellen und genau abzählen können, wer der Jubiläumsbesucher ist“, sagte RUZ-Leiter Udo Borkenstein. Letztlich sollte aber das Los entscheiden, welcher Schüler in die RUZ-Annalen eingeht. Und das fiel auf Christina Fünfstück aus Schortens. Doch nicht nur sie, sondern die ganze Klasse bekam als kleines Jubiläumspräsent Eintrittskarten für das Freizeitbad „Aqua Toll“.
Wie alle anderen niedersächsischen Umweltbildungszentren führt auch das RUZ Schortens eine Statistik, die jedes Jahr dem Kultusministerium gemeldet wird. So wurde also nicht über den Daumen gepeilt, sondern genau ermittelt, dass unter den Schülern am Donnerstag der 100 000ste Besucher ist. Zählt man die – statistisch allerdings nicht erfassten – Besuche der Kindergärten, der Nachmittags-AG, Ferienpass-Aktionen, Kindergeburtstage, Fortbildungen und Tagungen im RUZ mit hinzu, so liegt die Zahl der RUZ-Besucher tatsächlich sogar noch deutlich höher.
Bei einem kleinen Jubiläumsempfang betonten sowohl Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling wie auch Erster Kreisrat Peter Wehnemann den großen Stellenwert und überregional herausragend guten Ruf des RUZ in Schortens. Mehrfach habe der Kultusminister der Einrichtung einen Besuch abgestattet und ebenfalls mehrfach sei das RUZ für seine Umweltbildungsarbeit ausgezeichnet worden – zuletzt 2007 mit dem Sonderpreis der Hans-Beutz-Stiftung.
Borkenstein erinnerte an die Anfänge des RUZ, das im November 1992 mit der Gründung des Trägervereins begann und im August 1993 in der Eröffnung des Umweltzentrums im Klosterpark mündete. Ob naturwissenschaftliche Grundbildung, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien, Lehrerfortbildungen oder Energiesparprojekte an Grundschulen: „Wir haben mit unseren Aktivitäten und Projekten landesweit Spuren hinterlassen“, sagte der RUZ-Leiter voller Stolz.
Das ist eine Entwicklung, die sich auch in den Zuschüssen niedergeschlagen hat: In den vergangenen zehn Jahren flossen gut 1,5 Millionen Euro ins RUZ. Mehr als 400 000 Euro stammen von der Stadt Schortens und Landkreis Friesland, weitere Gelder aus Stiftungen und EU-Töpfen.

Thermi und Elektra in Klasse 3
25. Juni 2008
www.nwzonline.de
DAS PROJEKT HAT SICH BEWÄHRT. IN VAREL WIRD NUN DIE SCHLOSSPLATZSCHULE ENERGIESHERIFFS EINSETZEN.

Wiebke Schönbohm-Wilke brachte in die Klasse 3a von Dietlinde Ihnken „Thermi“ und „Elektra“ mit. BILD: HANS BEGEROW
VON HANS BEGEROW
VAREL - „Thermi“ und „Elektra“ sind bei den Grundschülern im Jeverland bekannt, in der Friesischen Wehde und in Varel werden die Grundschüler die beiden Puppen auch noch kennenlernen. „Elektra“ ist eine sprechende Glühlampe und „Thermi“ eine sprechende Heizung, die beiden sollen Grundschüler dazu anhalten, mit Energie sparsam umzugehen. Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens hat ein Energiesparprojekt ins Leben gerufen, an dem fast alle friesländischen Gemeinden sich beteiligen.
Jetzt will auch die Schlossplatzschule in Varel mitmachen. Zum Vorstellen des Projektes kamen deshalb die pädagogische Mitarbeiterin Wiebke Schönbohm-Wilke und RUZ-Leiter Udo Borkenstein in die Schlossplatzschule, wo sie zunächst in einer vierten und dann in einer dritten Klasse über das Energiesparen sprachen. „Elektra“ zum Beispiel, die sprechende Glühbirne, berichtet den Kindern von ihrem Schicksal – immer muss sie arbeiten, oft auch, wenn niemand im Zimmer ist. Das sei einprägsam und hat Erinnerungswert, wie Wiebke Schönbohm-Wilke aus ihrer Praxis weiß. Das bestätigt Udo Borkenstein: „So einen Botschafter braucht man.“
Aber nicht nur die beiden Figuren begleiten Wiebke Schönbohm-Wilke. Sie hat auch einen Koffer dabei, mit dem man den Stromverbrauch von Leuchtmitteln und überhaupt von allen Stromverbrauchern messen kann. „Es ist immer noch nicht hinreichend bekannt, dass es viele verdeckte Stromfresser gibt“, sagte Schönbohm-Wilke. Dann gibt es einen Luxmeter, mit dem die Kinder die Helligkeit in Räumen messen können. In den dritten Klassen sollen dann auch Verantwortliche benannt werden, die das sparsame Umgehen mit Licht und Heizungswärme (Lüften) kontrollieren – so genannte Energiesheriffs (ein Mädchen und ein Junge werden für ein Jahr zum Energiesheriff gewählt). Deren Einsatz habe sich an vielen Schulen bewährt, so Borkenstein. Seit sieben Jahren gibt es schon solche Energiesheriffs an der IGS in Wilhelmshaven.
Das Regionale Umweltzentrum hat übrigens schon mit fast allen Gemeinden in Friesland eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Danach wird der erzielte Einspareffekt gedrittelt. Das RUZ erhält ein Drittel der Summe, um das Projekt zu finanzieren, ein Drittel bekommt die Schule als Anreiz, ein Drittel der Schulträger. Nur mit Varel sei keine Vereinbarung zustandegekommen, bedauert Udo Borkenstein. Dass die Grundschule am Schlossplatz miteinbezogen wird, liege an der guten Kooperation zwischen der Schule und dem RUZ, lobt Borkenstein die Zusammenarbeit mit Schulleiterin Nanette Poerschke und dem Kollegium.
Bei der Stadt Varel räumt Sachbearbeiter Rolf Heeren ein, dass die Stadt sich schwer tue mit den Rahmenbedingungen des Energieprojekts. „Wir sind mit der Entscheidungsfindung noch nicht am Ende“, signalisiert er weitere Gespräche mit dem Umweltzentrum. Generell habe die Stadt ein Interesse.
Solange werden „Thermi“ und „Elektra“ in Varels Schlossplatzschule ohne Honorar antreten.

Energiesparen mit "Elektra"
21. Mai 2008
www.nwzonline.de
DIE GEMEINDE ZETEL STEHT DEM PROJEKT AUFGESCHLOSSEN GEGENÜBER.
ES GEHT UM ENERGIEEINSPARUNG IN DEN SCHULEN.
Energiesparen mit „Elektra“: Heiner Lauxtermann, Bernd-Uwe Janssen, Wiebke Schönbohm-Wilke, Detlef Kant, Hannelore Evers und Meike Kreutzburg (v. links). BILD. BEGEROW
ZETEL - Wer macht das Licht in der Klasse aus, wenn die Schüler zur Pause gehen, wer kümmert sich um das Herunterdrehen der Heizkörperventile, wenn gelüftet wird? Bald werden in den Grundschulen in Zetel, Bohlenberge und Neuenburg Energie-Sheriffs ihre Arbeit aufnehmen, wenn Wiebke Schönbohm-Wilke vom Regionalen Umweltzentrum Schortens nach den Sommerferien in die Grundschulklassen kommt.
Sie wird mit ihrer sprechenden Glühbirne „Elektra“ und dem Thermokissen „Thermi“ die Grundschulklassen besuchen und mit den Kindern über Möglichkeiten des Energiesparens sprechen. Das fängt beim Ausschalten der Beleuchtung in der Pause und nach Schulschluss an, das setzt sich über das Handhaben der Heizkörperventile und die Kontrolle, wie lange gelüftet wird, fort.
Aber auch andere Geräte können sich als Stromfresser entpuppen – etwa der CD-Spieler/Kassettenrekorder, der auf „Standby“ geschaltet ist. Dabei hilft der Stromkoffer, den Wiebke Schönbohm-Wilke mitbringt und der Aufschluss über den tatsächlichen Verbrauch von Geräten oder Leuchtmitteln gibt.
Und weil Lernen bekanntlich Spaß machen soll, gibt es auch einen Helligkeitsmesser, mit dem man die Beleuchtung in den verschiedenen Gebäudeteilen kontrollieren kann. „Die Kinder sind sehr begeistert“, weiß Wiebke Schönbohm-Wilke aus ihrer Tätigkeit im Jeverland. Ein Comic von Katharina Czaja, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im RUZ absolviert, der von Zeit zu Zeit an die teilnehmenden Klassen verschickt wird, soll motivieren, und eine Posteraktion in den Klassen soll das Ganze flankieren. Schließlich hat das RUZ auch noch die Hausmeister eingeladen, „sie sind die eigentlichen Hauptpersonen“, sagte Schönbohm-Wilke. Das RUZ leiht den Schulen auch Datenlogger aus, um zu überprüfen, ob es auch eine funktionierenden Nachtabsenkung der Heizung gibt.
„Ein guter Versuch, Ökonomie und Ökologie in den beiden Grundschulen zusammenzubringen“, wertet Bürgermeister Heiner Lauxtermann das Vorhaben. Finaziert wird das Projekt durch eine Teilung der eingesparten Summe. Zugrundegelegt wird der Durchschnittsverbrauch der vergangenen drei Jahre, erläuterte Bernd-Uwe Janssen, pädagogischer Leiter des RUZ. Da komme schon einiges zusammen. „Wir hoffen, dass wir das wieder einspielen können.“
Ökologie im Schulalltag spiele eine große Rolle, berichteten die beiden Schulleiterinnen Hannelore Evers (Neuenburg) und Meike Kreutzburg (Zetel und Bohlenberge). So gibt es in beiden Schulen beispielsweise eine konsequente Mülltrennung.
Mit der Gemeinde Bockhorn sei man über die Einbeziehung der Grundschulen in Verhandlungen, berichtet Bernd-Uwe Janssen. Lediglich in Varel habe man noch keinen Erfolg gehabt.
Im Jeverland wird das Projekt an den Grundschulen schon praktiziert.